Wichtige Meilensteine bis zum Ziel

Das Wohnheim Parasolka wurde 2009 eröffnet
Das Wohnheim Parasolka wurde 2009 eröffnet

1997

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vision eines Wohnheims
  • 200 Kinder mit geistiger und/oder körperlicher Beeinträchtigung leben im Waisenhaus Vilshany. Fachpersonen aus Frankreich untersuchen dort die Kinder. Sie werden u.a. von der Übersetzerin und heutigen Direktorin von CAMZ Nataliya Kabatsiy begleitet. Einige Zeit später zieht sich das französischen Personal zurück.
  • Die ukrainischen Partner machen weiter. Für die Kinder fehlt eine echte Perspektive, wenn sie älter werden. Vorgesehen ist, dass sie im Erwachsenalter in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht werden. Nataliya Kabatsiy und Iwan F. Bihunets, damaliger Direktor des Waisenhauses, suchen nach einer besseren Lösung. Es entsteht die Vision eines auf junge Menschen ausgerichteten Wohnheims. Ziel ist die Integration der jungen Menschen in die Gesellschaft.

2000

 

 

 

Erste Kontakte mit der Schweiz
2001 kommt ein interessierter Personenkreis aus der Schweiz über Nataliya
Kabatsiy erstmals in Kontakt mit dem Waisenhaus Vilshany. Die BesucherInnen sind berührt von der elenden Situation der Waisenkinder.

2005

 

 

 

NeSTU unterstützt das Projekt

  • Annemarie Steiner leistet 2005 einen dreimonatigen Arbeitseinsatz in Vilshany und trägt die Idee eines Wohnheims für erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung in den Vorstand von NeSTU (Netzwerk Schweiz - Transkarpatien/Ukraine). Dieser entscheidet, das Projekt zu unterstützen.
  • Im gleichen Jahr besucht auch Monika Fischer das Waisenhaus Vilshany. Aus den zwei Aufenthalten entsteht eine Arbeitsgruppe bestehend aus Monika Fischer und Annemarie Steiner aus der Schweiz; Nataliya Kabatsiy und Jürgen Kräftner ausder Ukraine. Sie wollen die Vision eines neuen Wohnheims in die Realitätum setzen.

2006

 

 

 

Waisen aus Vilshany sammeln Geld

  • Die Musikgruppe «Huzulik» aus dem Waisenhaus Vilshany kommt auf eine Konzert- und Ferienreise in die Schweiz. Bei ihren Auftritten sammelt der Chor Geld für ihr künftiges Zuhause.·In der beginnt Schweiz ein intensives Fundraising. Das Sammeln beginnt harzig. Dann ermutigen grosszügige Spenden von Privatpersonen zum Weitermachen.
  • In der Stadt Tjachiv eröffnet sich die Möglichkeit, ein grosses, renovationsbedürftiges Haus mit mehreren Nebengebäuden und viel Umschwung zu kaufen. Als Eigentümerin eingesetzt wird die einheimische NGO CAMZ.

2007

 

 

 

Gründung des Vereins Parasolka

  • Die Realisierung des Vorhabens übersteigt die Möglichkeiten des Netzwerkes NeSTU. Der Verein Parasolka wird gegründet. Erste Präsidentin ist Monika Fischer. Unter der Leitung von Sascha Prigara, Bauingenieur, wird zusammen mit ukrainischen Architekten der Umbau geplant und ausgeführt.
  • Unter der Leitung von Henny Graf, Heilpädagogin und Vorstandsmitglied, und der Mitwirkung von CAMZ werden die Leitideen und das sozial-pädagogische Konzept für den Betrieb entwickelt.

2008

 

 

 

Intensive Vorarbeiten und Vorbereitungen

  • Die Hauptverwaltung für Soziales und Sicherheit in Transkarpatien genehmigt das sozial-pädagogische Konzept. Der Leiter Victor Matsola sichert die Übernahme des Wohnhauses Parasolka nach dessen Fertigstellung schriftlich zu.
  • Im September 2008 besuchen fünf Politiker aus Transkarpatien auf Einladung des Vereins Parasolka die Schweiz. Sie besuchen diverse Schweizer Institutionen und sind beeindruckt von der individuellen Förderung und der respektvollen Haltung gegenüber Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung.
  • Im Sommer und Herbst 2009 werden im künftigen Wohnheim weitere Bauarbeiten ausgeführt. In der Schweiz wird alles nur Mögliche unternommen, damit die Renovationsarbeiten bezahlt werden können.
  • Im September werden Vilshany-Direktor Bogdan Kykyna und die künftige Parasolka-Leiterin Oksana Lukach in der Schweiz in ihre neuen Aufgaben eingeführt. Im Waisenhaus Vilshany werden die Bewohnerinnen und Bewohner auf das künftige Leben im Wohnheim Parasolka vorbereitet.

2009

 

 

 

Eröffnung des Wohnheims Parasolka

Am 16. Oktober 2009 ziehen 25 junge Menschen aus dem Waisenhaus Vilshany ins Wohnheim Parasolka ein. Im Beisein von zahlreichen hohen Delegierten wird das Wohnheim Parasolka feierlich eröffnet: Die Gäste sind hohe Politiker aus Transkarpatien und der Stadt Tjachiv, Vertreter von Fachorganisationen aus der ganzen Ukraine, eine 27-köpfige Delegation aus der Schweiz und zahlreiche Vertreter von nationalen und lokalen Medien. Der Betrieb des Hauses ist vom Staat finanziert. Der Verein Parasolka trägt zusätzliche finanzielle Aufwendungen.

 


2010/2011

 

 

 

Ausbau und Weiterentwicklung

Der Verein Parasolka, die ukrainische NGO CAMZ und die Leitung des Wohnheims entwickeln das Projekt Parasolka kontinuierlich weiter. Die kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten der Partner sind sehr unterschiedlich, was eine regelmässige Kommunikation voraussetzt. Die Jahresplanung und das Budget werden in mehrtägigen, gemeinsamen Koordinationssitzungen bestimmt.CAMZ begleitet die Direktion und die Mitarbeitenden des Wohnheims Parasolka durch regelmässige Besuche beim weiteren Aufbau. Eine sorgfältige Kommunikation ist unerlässlich.

Bewohnerinnen und Bewohnern fügen sich in eine Ordnung und tragen ihren Anteil zum Gemeinschaftsleben bei. Anfänglich fehlt es an sinnvollen Arbeits- und Beschäftigungsmöglich-keiten. Mit Verständnis, Geduld und Ausdauer bauen Direktorin Oksana Lukach und die Mitarbeitenden sukzessive eine Gemeinschaft auf und suchen nach angepassten Förderungs-möglichkeiten. Die Schaffung von Werkstätten wird zum nächsten wichtigen Projektziel.

 


2012

 

 

 

Weiterer Ausbau und erste Fachkonferenz

  • Der Verein Parasolka finanziert eine dritte Werkstätte und einen Mehrzweckraum. Das Modellprojekt Parasolka wird mit der Erarbeitung von Konzepten, der Durchführung von Weiterbildungen und Workshops inhaltlich weiterentwickelt und gefestigt.
  • Eine erste ukrainisch-schweizerische Fachkonferenz in Tjachiv widmet sich folgenden Zielen: Bekanntmachen des Projektes Parasolka; Stärkung, Austausch und Vernetzung; Formulierung von konkreten Empfehlungen für Zukunftsperspektiven für Menschen mit einer Behinderung ans Ministerium in der Ukraine.

2013

 

 

 

Öffnung für weitere Projekte

Der Verein Parasolka unterstützt das Wohnheim weiterhin soweit nötig. Die Mitgliederversammlung beschliesst auch weitere Projekte. Sie haben zum Ziel, die Lebenssituation und die gesellschaftliche Akzeptanz der Menschen mit einer Behinderung in der Ukraine zu verbessern.

 


2014

 

 

 

Ablösung der Pionierphase

  • Die Parasolka-Projekte entwickeln sich im politisch und wirtschaftlich schwierigen Umfeld erfreulich gut. Nach der Demission von Annemarie Steiner und Karl Abegg erhält der Vorstand mit Beat Hunziker und Andreas Schmid zwei neue, engagierte Mitglieder.
  • Der körperliche Zustand von Larissa und Stepan bereitet Sorgen. Die notwendige Physiotherapie kann vor Ort nicht gewährt werden. Zwei elektrische Rollstühle werden günstig erworben, und die beiden Bewohner werden für eine Abklärung in die Schweiz gebracht. Physiotherapeutin Claudia Leu führt sie und die mitgereiste Krankenschwester in die für sie wichtigen Übungen ein. Das grosse Bedürfnis nach angepassten Rollstühlen und Physiotherapie wird erkennbar. Entsprechende Workshops werden ins Auge gefasst.

2016

 

 

 

Vision «Vilshany 2020» und Schaffung einer Geschäftsstelle
  • Die Situation der Eltern, die ihre behinderten Kinder zu Hause betreuen, ist desolat. Der Verein ist aufgefordert, aktiv zu werden. Seither berät die Partnerorganisation CAMZ den Elternverein Nadija in Uschgorod und unterstützt die Gründung des Elternvereins «Oberi» (Schutz) in Tjachiv.
  • Unter dem Motto «Vilhany 2020» wird ein zweiter Schwerpunkt auf das Kinderheim Vilshany gelegt. Eine sozialpädagogische und agogische Arbeit wird aufgebaut und das Haus Renovationen unterzogen.
  • In der Schweiz wird der Vorstand mit einer bezahlten Geschäftsstelle entlastet. Dem Verein Parasolka ist es gelungen, mit intensivem Fundraising, einer regelmässigen Öffentlichkeitsarbeit und dem Aufbau verschiedener Projekte bei zahlreichen Spenderinnen und Spendern und Stiftungen Vertrauen zu schaffen. Dies ergibt Sicherheit für eine längerfristige Planung.

2017

 

 

 

Eigenständigkeit des Wohnheims Parasolka

  • Seit Beginn war das Wohnheim Parasolka organisatorisch mit dem Kinderheim Vilshany verbunden. Das erschwerte zusehends den Betrieb. Das lange angestrebte Ziel der selbständigen Institution ist im Sommer 2017 endlich erreicht.
  • Für Tages- und Wochenaufenthalte für Kinder, die daheim wohnen, steht ein Konzept in Erarbeitung.