Unsere Freiwilligen

Marlis Kaufmann Hunkeler, Filzhandwerkerin

2010 führte ich den ersten Filzworkshop durch. Ich erkannte auf Anhieb die Möglichkeiten des Filzens. Die Arbeit mit den Händen und der farbigen Wolle macht Freude. Die Bewohnerinnen und Bewohner können verschiedene Gegenstände herstellen.
Seither bin ich oft nach Transkarpatien gereist. Regel-mässige Präsenz ist wichtig. Diese gibt den Betreuer-innen Unterstützung, Bestätigung und den nötigen Motivationsschub.

Die Bewohnerinnen und Bewohner schätzen die Abwechslung im Alltag. Sie erfahren: «Hier ist jemand, der mich nimmt, wie ich bin.» So freue ich mich auf meinen sechsten Filzworkshop in Tjachiv und Vilshany.

Farbige Wolle ist beliebt genauso wie das Werken mit Wolle.
Farbige Wolle ist beliebt genauso wie das Werken mit Wolle.

Barbara Schweingruber, handarbeitslerherin, Weberin

Die Freude über gelungene Produkte am Webstuhl ist gross.
Die Freude über gelungene Produkte am Webstuhl ist gross.

Als ich hörte, dass in einem Behindertenheim in der Ukraine mein Webstuhl willkommen wäre, zögerte ich nicht. Nach dem Transport des Webstuhls nach Tjachiv reiste ich 2011 das erste Mal in die Ukraine. Unter Mithilfe der Bewohner von Parasolka wurde der Webstuhl eingerichtet und bald in Gebrauch genommen. Als ich feststellte, mit wie viel Freude die Bewohnerinnen und Bewohner im Webatelier arbeiteten, war für mich klar, dass ich das Projekt weiterhin begleiten und ausbauen möchte. In den folgenden Jahren beteiligte ich mich an Workshops - auch in Vilshany. Ich fühle mich durch die Aufgabe herausgefordert, freue mich über Fortschritte und die Begeisterung der Beteiligten.


Chantal Moor, Sozialpädagogin und Reha-Lehrerin

Mir gefällt die Möglichkeit, am Wandel in Osteuropa mitzuarbeiten. Die Arbeit mit Menschen mit einer geistigen Behinderung kann sehr bereichernd sein.
Seit 2015 reise ich ein- bis zweimal im Jahr nach Transkarpatien. Im Rahmen der Vision Vilshany 2020 befasse ich mich mit der Beschäftigung für die jungen, erwachsenen BewohnerInnen. Ich begleite das Personal, das Bewohnerinnen auf die Arbeit in den Ateliers vorbereitet. Ich erfahre, wie schwierig es ist, die gewachsene Kultur in einer so grossen Institution zu verändern. Manchmal dauert es Tage, manchmal Jahre. Mich beeindrucken die Mitarbeiterinnen. Sie leisten unter harten Bedingungen eine äusserst anspruchsvolle Arbeit .

 

Die Zusammenarbeit braucht Geduld und den Einsatz aller.
Die Zusammenarbeit braucht Geduld und den Einsatz aller.

Zeigen, was für die Betroffenen wichtig ist.
Zeigen, was für die Betroffenen wichtig ist.

Brigitte Berthold, Physiotherapeutin

Schon Kleinigkeiten können viel verändern. Bei meinem ersten Einsatz im Kinderheim in Vilshany war ich entsetzt und betroffen. Die Begegnung mit den vielen Kindern und ihren vielfältigen schweren Behinderungen war ein echter Schock für mich. Bald erkannte ich: Die Schwere der Behinderungen gehen teilweise auf Vernachlässigung, auf Mangel an Bewegung und äussere Anreize zurück. Viele der Betreuerinnen sind zwar engagiert. Doch fehlt es ihnen an grundlegendem Wissen im Umgang mit Menschen mit einer Behinderung. Schon Kleinigkeiten können vieles verändern. Wenn man zum Beispiel die Kinder mit dem Namen anspricht und beim Essen mit ihnen spricht. Bei meinem ersten Einsatz habe ich die Pflegefachfrauen entsprechend ausgebildet. Bei meinem zweiten Besuch habe ich mit der Physiotherapeutin Marina gearbeitet. Sie war sehr offen und hat meine Empfehlungen sofort umgesetzt und sie auch den anderen Mitarbeiterinnen gezeigt. Das ist sehr wichtig für die Nachhaltigkeit.


Henny Graf, Heilpädagogin und Vorstandsmitglied Parasolka

Ich bin Vorstandsmitglied von Parasolka  und fahre seit Beginn zwei- bis dreimal jährlich für Workshops in die Ukraine. Ich merkte bald: Dass die Vermittlung von theoretischem Wissen nicht genügt. Nur durch das praktische Vorzeigen von Musik, Versen und Bewegung kann ich aufzeigen, wie das geschehen kann. Es berührt mich enorm, wie in kurzer Zeit Ziele erreicht werden konnten, für die es in der Schweiz Jahrzehnte gebraucht hat. Auch der Goodwill vieler Menschen fasziniert mich. Immer wieder kann ich neue Fachpersonen in der Schweiz für einen Einsatz in der Ukraine gewinnen. Es ist eine Bereicherung, mit Menschen zusammenzu-arbeiten, die überzeugt sind vom Entwicklungspotential eines Menschen - unabhängig vom Schweregrad seiner Behinderung. Das gibt Hoffnung!

 

Jeder Mensch hat Entwicklungspotenzial
Jeder Mensch hat Entwicklungspotenzial

Das Team vor Ort ist eine Bereicherung
Das Team vor Ort ist eine Bereicherung

Beat Hunziker, Heilpädagoge und Vorstandsmitglied Parasolka

Vorhandenes unterstützen und die positiven Anlagen verstärken, das versuchte ich in meiner Arbeit mit behinderten Kindern und Jugendlichen immer umzusetzen.

Als sich die Möglichkeit bot, nach meiner Pensionierung in das Projekt Parasolka einzusteigen, sah ich dies als glückliche Fügung, diese Entwicklungsarbeit mit jungen Menschen in Transkarpatien weiterzuführen. Es ist überaus spannend, den Aufbau und Betrieb der Ateliers in Tjachiv und Vilshany begleiten zu können. Ich erachte es als Bereicherung, mit einem Team vor Ort praktisch tätig zu sein und die Planung weiterer Schritte mit den Verantwortlichen aufzugleisen zu können. Dazu kommt, dass ein direkter Informationsfluss zum Vorstand von Parasolka gewährleistet ist.