Waisenkinderheim Vilshany

Das Wohnheim Parasolka gehört organisatorisch zum Waisenkinderheim Vilshany. Die heutigen Bewohner und Bewohnerinnen des Wohnheims Parasolka sind dort aufgewachsen. In Vilshany wohnen noch immer rund 175 Kinder und Jugendliche mit teilweise schweren kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen. Sie werden zwar mit dem zum Überleben Notwendigen versorgt, bekommen jedoch wenig Förderung. Tagsüber halten sich je 20 Kinder und Jugendliche in einem grossen Raum ohne Beschäftigung auf, bloss betreut von einer einzigen Hilfskraft.

 

Der Direktor von Vilshany, Bogdan Kykyna hat sich in den letzten Jahren unermüdlich für die Renovation der baufälligen Gebäude und Einrichtungen eingesetzt. Der Verein Parasolka entschied 2013, sich vermehrt auch in Vilshany zu engagieren. In einem ersten Schritt unterstützte er die Bemühungen des engagierten Direktors durch die Finanzierung der Sanierung einiger Dächer, der Anschaffung eines neuen Heizkessels und der Renovation verschiedener Unterrichtsräume.


Sehr grosser Handlungsbedarf besteht immer noch in Bezug auf die pädagogische Arbeit im Hinblick auf einen lebenswerten Alltag für die jungen Bewohner und Bewohnerinnen. Der Verein Parasolka wird künftig dort einen neuen Schwerpunkt setzen. Im Frühling 2015 wurden in enger

Zusammenarbeit mit Direktor Kykyna und der Partnerorganisation CAMZ die ersten konkreten Schritte eingeleitet: Heilpädagogin Henny Graf legte den Verantwortlichen aus der Ukraine das von ihr erarbeitete Unterrichtsprogramm im Rahmen einer Weiterbildung in der Schweiz dar. Die Lehrpersonen selber wurden anschiessend beim Workshop in Vilshany vom Mai/Juni in die konkrete Arbeit eingeführt.


Der Heilpädagoge Beat Hunziker erarbeitete mit den Verantwortlichen vor Ort und dem zuständigen Architekten ein Projekt für die Gestaltung eines multifunktionellen Raums für Bewegung, Förderung und Freizeit sowie der Aufenthaltsräume, so dass sie auch rudimentäre Beschäftigungsmöglich-keiten erlauben. Ein entsprechendes Konzept wird von der Sozialpädagogin Chantal Moor zusammen mit Nadja Danch von CAMZ ausgearbeitet.


Die weitere Entwicklung der pädagogischen Arbeit in Vilshany wird durch die abgelegene Lage und die

wenigen zur Verfügung stehenden Mitarbeitenden erschwert. Es fehlt zudem an ausgebildeten Fachkräften. Die angestrebten Veränderungen sind deshalb eine grosse Herausforderung für Direktor Bogdan Kykyna, die Fachfrauen von CAMZ und den Verein Parasolka.