Konzept des Sozialagogischen Zentrums-Internat Parasolka

für die erste Etappe Projektes „Parasolka“, begleitet durch Verein  Parasolka, Schweiz, 2007 bis 2017

Gesetzliche Grundlagen/Rahmenordnung für dieses Konzept :

Gesetze der Ukraine: „Über Grundlagen der Sicherheit von Menschen mit Behinderung“_ „Über die Rehabilitation von Menschen mit Behinderung in der Ukraine“, „Über soziale Angebote“, „Über psychiatrische Hilfe“.

Konzept für Soziale Adaptation von geistig behinderten Menschen, bewilligt von Ministerkabinett vom 25. August 2004 № 619-p

Beschluss des Ministerkabinetts der Ukraine vom 12. Mai 2007 № 716 „Über die Bewilligung des staatlichen Programms der Rehabilitationssystemsentwicklung“

Auf Grund von Rahmenverordnungen:

  • Erlass des Ministeriums für Arbeit und Soziales der Ukraine vom 23.07.2007. № 392 (registriert im Justizministerium der Ukraine am 3. September 2007 № 884/14151 – Die Rahmenverordnung über die gemischte Rehabilitationseinrichtungen für behinderte Erwachsene  und geistig behinderte Kinder.)
  • Erlass des Ministeriums für Arbeit und Soziales der Ukraine vom 29.12.2001 № 549 mit Änderungen vom 26. März 2007 р. – Die Rahmenverordnung über Kinderheim-Internat.

Das Wohnheim Parasolka wurde auf privater Basis errichtet.

Adresse Wohnheims Parasolka: Ukraine, Transkarpatien, Bezirk Tjachiv, Leontovitschastr., 60 a.

Leitideen

In einem sozialpädagogisch eingerichteten und geführten  Umfeld bietet das   Wohnheim Parasolka Lebensraum für 25 junge Erwachsene mit einer  Behinderung.

Die Grundidee des Wohnheims beruht auf den Leitsätzen der Menschenrechtskonvention. Die Würde des Menschen, unabhängig vom Leistungsvermögen und Grad der Behinderung ist Ausgangslage für alle Massnahmen und Aktivitäten.

Die zentrale Betreuungsaufgabe betrifft die Stärkung der Persönlichkeit und die individuellen Entwicklung der *Bewohner mit dem Ziel, dass sie  ihren  Alltag möglichst selbständig und in grosser Eigenverantwortung gestalten  können.

Die  sozialpädagogische Begleitung beruht auf dem Grundsatz des lebenslangen Lernens. Sie richtet sich nach den Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten der Bewohner.

Es werden den Bewohnern angepasste, zweckmässige Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten.

Fachpersonen und  motivierte Mitarbeitende unterstützen die Bewohner bei ihrer Alltagsbewältigung. Sie fördern das Klima für tragfähige Beziehungen und gegenseitigen Respekt. Dies schafft die Grundlage für Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen.

Freundschaftliche und partnerschaftliche Beziehungen unter den Bewohnern werden sorgfältig begleitet.

Eine Integration im sozialen Umfeld durch Einbezug der lokalen Dienstleistungen,  durch Teilnahme an auswärtigen öffentlichen Anlässen und durch Veranstaltungen im Wohnheim wird aktiv angestrebt.

Das Wohnheim Parasolka ist ein lebenslanges Zuhause für die Bewohner. Sie haben  Recht auf eine feste Bleibe solange die Betreuung im Rahmen der institutionellen Vorgaben gewährleistet ist.

Für Bewohner die dazu in der Lage sind, wird nach einem Selbständigkeitstraining den Übertritt in eine begleitete Wohngemeinschaft in unmittelbarer Umgebung angestrebt.

Kurze Projektbeschreibung

Adresse:                    Ukraine, Transkarpatien, Bezirk Tjachiv, Leontovitschastr., 60 a.

Führung:                  Kinderheim Vilshany

Unterordnung:         Departement für soziale Sicherheit der Bevölkerung bei Transkarpatischen Oblastverwaltung

Leistungen:              Unterkunft und Verpflegung, Beschäftigung, Begleitung von erwachsenen Menschen mit Behinderung

Angebot für:             25 Personen

2002 – Direktion von Kinderheim Vilshany gemeinsam mit der Wohltätigen Organisation „Komitee der Medizinischen Hilfe in Transkarpatien“ haben für 25 Absolventen des Kinderheims Vilshany nach einer  Alternative zu dem psychoneurologischen Dispensaire gesucht. Da nach dem Erreichen des 18. Lebensjahres war das die Einzige Option für die jungen Leute damals.

2006 – Dank der Unterstützung des schweizerischen Vereins NeSTU wurde zu diesem Zweck ein Gebäude mit dem 1,6 ha grossen Grundstück in der Stadt Tjachiv gekauft.   

2007 – wurd zusätzlich noch 0,5 ha grosses Grundstück in der Nachbarschaft dazugekauft. Die Rekonstruktionspläne sind bearbeitet und bewilligt. In Vilshany wir die Gruppe von zukünftigen Bewohner zum Umzug in das neue Haus vorbereitet.

25. November 2007 wurde der Tochterverein von NeSTU – Verein Parasolka gegründet. Zusammen mit Partnerorganisation CAMZ realiesier der Verein Projekt Parasolka.

16. Oktober 2009 – offizielle Eröffnung des Wohnheimes Parasolka

2008 – 2011 Ausarbeiten und Realisierung von Programmen und Konzepten des Wohnheimes. Gründung und Entwicklung von Werkstätten

2012 Internationale Fachkonferenz zum Thema « Erfahrungsaustausch zu den Fragen den Komplexen Sozialen Leistungen für die Menschen mit Behinderung » 

Zweckbestimmung

Das Wohnheim Parasolka bietet Wohn-, Lern-, Arbeits- und Lebensraum für 25 leicht bis mittelschwer behinderte Menschen, die den Anforderungen der Leitideen entsprechen.  In einer Atmosphäre der Sicherheit und Geborgenheit sollen ihre Basisbedürfnisse erfüllt werden.

Die Bewohnerinnen und Bewohner  tragen nach ihren Möglichkeiten zur Selbstversorgung der Wohngemeinschaft bei.

Das Pilotprojekt soll den in der Ukraine bereits eingeleiteten Prozess einer wertschätzenden Haltung und eines respektvollen Umgangs mit behinderten Menschen unterstützen und somit eine grösstmögliche gesellschaftspolitische Ausstrahlung haben.

Ziele des Wohnheims Parasolka

  • Förderung der Selbständigkeit für eine möglichst eigenständige Alltagsbewältigung der Bewohner
  • Vorbereitung zur Integration in die Gesellschaft, Begleitung beim betreuten / selbständigen Wohnen
  • Unterstützung bei der Entwicklung von erwachsenen Persönlichkeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten
  • Begleitung von Menschen mit Behinderung in ihrer Arbeit in den Werkstätten für handwerkliche und kreative Arbeiten, Färderung von musikalischen und Kreativen Talenten.
  • Anleitung zur Mithilfe im Haushalt und in der  Selbstversorgung: Gartenarbeit, einfache Reparaturarbeit,  Aufzucht von Kleintieren
  • Realisieren von Freizeitangeboten in den Bereichen Sport, Spiel, Entspannung und Ausgang.

Ukrainische Gesetzgebung.

Das Wohnheim Parasolka arbeitet nach der ukrainischen Gesetzgebung.

Das Wohnheim richtet sich in ihrer Tätigkeit nach der Verfassung der Ukraine, nach den Gesetzen der Ukraine, nach den Akten des Präsidenten der Ukraine, nach den Erlassen des Ministeriums für soziale Politik, des Ministeriums für Gesundheitswesen und nach anderen Vorgaben bezüglich Fragen der Rehabilitation von behinderten Erwachsenen und behinderten Kindern und nach den Rahmenverordnungen.

Zwecks Beschäftigung und Selbstversorgung werden im Wohnheim Parasolka Obst und Gemüse angebaut und Kleinvieh gezüchtet. Die Bewohnerinnen und Bewohner beteiligen sich an den Hausarbeiten und können in verschiedenen Werkräumen zusätzlich beschäftigt werden. Die Arbeit erfolgt nach der für solche Einrichtungen  geltenden Gesetzgebung und den Rahmenverordnungen.

Für Betrieb, allfällige Reparaturen, Einrichtung und pädagogische Arbeit kann SAZI Parasolka die Unterstützung von anderen Institutionen, Organisationen, Unternehmen, Kirchengemeinden, wohltätigen Organisationen und Privatpersonen annehmen.

SAZI Parasolka arbeitet nach der Verordnung über das Kinderheim Vilshany und richtet sich in seiner Tätigkeit nach der an das Ministerium vorgeschlagenen Verordnung über SAZI „Parasolka“.

Trägerschaft

Department für soziale Sicherheit der Bevölkerung bei der transkarpatischen Oblastjverwaltung ist für die Realisierung der staatlichen sozialen Politik in Transkarpatien und für den Bereich soziale Sicherheit der Bevölkerung verantwortlich.

Verein Parasolka

Der Verein Parasolka bezweckt in Zusammenarbeit mit CAMZ, den Projektpartnern vor Ort, gemäss Statuten die Verbesserung der Lebensqualität junger Menschen mit einer Behinderung in Transkarpatien, prioritär innerhalb des Modellprojektes Parasolka in Tjachiv, den respektvollen Umgang mit behinderten Menschen und die Förderung ihrer grösstmöglichen Eigenständigkeit.

Die Aufgaben des Vereins Parasolka liegen vor allem auf  der strategischen Ebene.

Der Verein entwickelt gemeinsam mit CAMZ und der zukünftigen Dirketion das Projekt und unterstützt die Partnerorganisation bei der Realisierung der Projektziele.

Der Verein ünterstützt die Entwicklung des Wohnheims und begleitet das Heim in seiner Zusammenarbeit mit schweizerischen Partnern und Fachleuten.

NGO CAMZ

Die Aufgaben der transkarpatischen nichtstaatlichen Organisation CAMZ  liegen auf der operativen Ebene:

  • Supervision und Einhalten dieses Konzeptes;

  • In Zusammenarbeit mit dem Verein Parasolka erarbeitet CAMZ die Anforderungsprofile und Weiterbildungsprogramme für das Personal von Parasolka.

  • CAMZ vertritt den Verein Parasolka in der Ukraine, ist für die nötigen Informationen besorgt und verbreitet die Grundideen des Projekts in der Ukraine.

  • Kontrolle der Gebäuden, Einrichtung und der sachgerechten Bewirtschaftung der Liegenschaft

  • Kontrolle des agogischen Prozesses und der Einhaltung der Menschenrechte im Modellheim Parasolka

    Zielgruppe – junge Menschen mit körperlichen / geistigen Behinderung, die in der Lage sind in den angebotenen Infrastrukturen von SAZI Parasolka zu leben.

Eintrittsverfahren

Die Aufnahme  der Jugendlichen in das Wohnheim Parasolka erfolgt gemäss dem Einweisungsschein des Departments für soziale Sicherheit der Bevölkerung bei Transkarpatischen Oblastjverwaltung aufgrund der folgenden  Unterlagen:

  • Geburtsurkunde

  • Pass

  • Beschluss der lokalen psychologischen, medizinischen und pädagogischen Beratungsstelle

  • Auszug aus der Krankengeschichte

  • Gesundheitszeugnis

  • Auskunft über die entsprechende Soziale Hilfe vom Staat oder Rente

  • Schulzeugnis (für die Kinder, die in Lehranstalten des  Ministeriums für Bildung der Ukraine gelernt haben)

Austrittsverfahren

Aus dem SAZI Parasolka werden ausgeschlossen:

  • - Personen mit Behinderung, die ansteckenden Krankheiten haben;

  • - chronisch kranke Jugendliche

  • - psychisch kranke Jugendliche mit bedrohlichem Verhalten zur Selbst- oder Fremdverletzung

    Die Jugendlichen werden nach dem entsprechenden Erlass des Departments für soziale Sicherheit der Bevölkerung bei Transkarpatischer Oblastjverwaltung aus folgenden Gründen ausgeschlossen:

  • Gesuch der Eltern, von Vormund oder Pfleger, wenn sie ihre Möglichkeiten für die entsprechende Lebensversorgung und Pflege beweisen

  • Beschluss der lokalen psychologischen, medizinischen und pädagogischen Beratungsstelle über die Notwendigkeit für die Person, die Anstalt zu wechseln

  • Beschluss der medizinisch-sozialen Kommission über die Annullierung des Behinderten-Status.

    Beim Austritt aus dem Wohnheim Parasolka bekommt der/die KlientIn zurück:

  • persönliche Ausweise (Pässe, Papiere, die ihren Behinderten-Status beweisen)

  • Kleidung und Schuhe,

  • persönliche wertvolle Sachen (Sparbücher, Aktien, wertvolle Papiere u.a.), die im Wohnheim aufbewahrt wurden.

    Sie bekommen auch eine Bescheinigung mit der Angabe der Zeit ihres Aufenthaltes im Wohnheim Parasolka und medizinische Papiere, die ihren Gesundheitszustand beschreiben.

    Infrastruktur des Wohnheims

    Registrierungsurkunde Nr. 07000358 vom 16.10.2009 darüber, dass die Gebäuden der Projektdokumentation, Standartnormen, Baunormen und Regeln entspricht.

Organisation von SAZI „Parasolka“

Tagesstruktur

Tagesstruktur im Wohnheim basiert auf den Gesetzen der Ukraine: „Über soziale Leistungen“, „Über staatliche soziale Standards und staatliche Garantien“, „Über die Rehabilitation von Menschen mit Behinderung“, Erlass des Ministerkabinetts der Ukraine vom 8.12.2006 Nr.1686 „Über die Bewilligung des staatlichen Programms über die Rehabilitation von Menschen mit Behinderung“, Rahmenkonzeptes für Kinderheime vom 26.03.07, Programm des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Ukraine und des Ministeriums für Soziale Politik der Ukraine. Unterrichts- und Aufklärungsprozess ist fachlich begründet und fördert die Entwicklung von Möglichkeiten und Fertigkeiten von Klienten, bietet entsprechende psychophysische Korrektur an.

Die Tagesplanung wird für die Sommer- und Herbst-Winter-Frühlingsperiode zusammengestellt und vom Direktor bewilligt.

Jeder Klient hat ein persönliches, seinen / ihren Möglichkeiten ensprechendes Entwicklungsprogramm, das das Anhalten von allen sanitären und hygienischen Nornen, Regeln der gesunden Ernährung, Betreuungsbesonderheiten bei kreativen und produktiven Tätigkeit des Klienten garantiert und Empfehlungen für Alltag und Freizeitbeweltigung beinhaltet. Der Arbeitsplan für Klienten wird seinem Lebensrythmus angepasst.

Schulung und lebenspraktisches Lernen

Die Klienten werden entsprechend ihrer Möglichkeiten und Bedürfnissen, und nach ihrem individuellen Programm geschult. Außerhalb von einem allgemeinen Programm gibt es auch so genannten Sozialisierungsunterricht, der die BewohnerInnen fördert, positive Einstellung zu entwickeln und sich in die Gesellschaft maximal zu integrieren.

Der Beitrag zum eigenen Lebensunterhalt erfolgt unter Anleitung bei der Mithilfe in der Küche, bei der Reinigung und Wäsche,  bei  Garten- und Umgebungsarbeiten und  bei der Kleintierpflege und -zucht. Die handwerklichen Fertigkeiten werden in verschiedenen Ateliers des Wohnheims gefördert, zum Beispiel bei Holzarbeiten, beim Modellieren, bei textilen Handarbeiten und bildnerischem Gestalten.

Persönlichkeitsentwicklung

Die Entwicklung der Persönlichkeit wird durch die individuelle psychologische Begleitung organisiert. In den individuellen Gesprächen mit Fachleuten können die BewohnerInnen ihre persönlichen Wünsche und Probleme äussern und besprechen. Psychologische Begleitung bedeutet regelmässige psychodiagnostik mit dem Ziel den psychologischen Zustand des Klienten objektiv abzuschätzen. Bei den regelmässigen Gruppenbesprechungen werden organisatorische Fragen, Gruppenangelegenheiten und Gruppenkonflikte besprochen. Besonders werden die Themen „Freundschaft“, „Liebe“ und „Sexualität“ besprochen.

Individuelle Freizeitgestaltung.

Nebst Sportangeboten und musischen Angeboten ist freier Raum für individuelle Freizeitgestaltung.

Die BewohnerInnen werden ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen entsprechend dahingehend unterstützt, ihre freie Zeit sinnvoll und eigenaktiv zu gestalten.

Sport- und Spielangebote: Tischtennis, Volleyball, Basketball, Fußball, Tischfussball, Damespiel, Domino, Gymnastik.

Musische Angebote: Singen, Singen im Chor, Tanzunterricht, verschiedene Musikinstrumente lernen. 

Erholung

Durch SAZI Parasolka werden für die BewohnerInnen regelmässig Angebote für Erholung organisiert.

Medizinische Versorgung

Das medizinische Personal gewährleistet die Krankheitsprävention und die medizinische Versorgung. Die ärztliche Kontrolle und die Behandlungen werden vom Regionsarzt übernommen. Hilfsmittel und Therapien werden nach ärztlicher Verordnung ermöglicht und begleitet.

Die Bewohner des Heims Parasolka werden jährlich zur zahnärztlichen Untersuchung begleitet, die notwendigen Behandlungen werden durchgeführt.

Alle Arzneimittel werden entsprechend den Normen des Gesundheitsministeriums aufbewahrt und/oder verteilt.

Personelle Besetzung des Heimes

Das Heim wird von einer Direktion geführt.

Das Küchen- und Pflegepersonal motiviert die BewohnerInnen zur Hilfe im Alltag und begleitet sie bei der Arbeit.

Praktikanten vom In- und Ausland können das sozialpädagogische Personal unterstützen und mit neuen Ideen bereichern.

Verein „Parasolka“ unterstütz das Wohnheim bei der Organisation von Musik- und Tanzunterricht, Hausbetrieb (bei Bedarf).

Personalentwicklung

Plan für Personalentwicklung wird jedes Jahr vorbereitet und bewilligt. Alle Teammitglieder erhalten individuelle Weiterbildungsvorgaben, die in den jährlichen Mitarbeitergesprächen überprüft und angepasst werden. Neu erworbenes Wissen soll dem Kollegium in den Teamsitzungen oder internen Weiterbildungsveranstaltungen weitervermittelt werden.

Qualitätsüberprüfung

Die Qualitätsüberprüfung der Direktion

Die Arbeit der Direktion soll den Qualifikationscharakteristiken des Berufs entsprechen, die im Erlass des Ministeriums für Arbeit und Soziale Politik der Ukraine vom 14.10.2005 Nr.324 mit den eingetragenen Änderungen laut dem Erlass des Ministeriums für Arbeit und Soziale Politik der Ukraine Nr. 274 (v0274203-06) vom 24.07.2006  festgehalten sind.

Die Qualitätsüberprüfung ist eine Kernaufgabe des Vereins Parasolka.

Eine behindertengerechte Bildung und Betreuung kann nur gewährleistet sein, wenn die individuelle Entwicklung der Bewohner regelmässig überprüft wird und neue Förderziele, wenn möglich mit Einbezug der Bewohner, vereinbart werden.

Bezugspersonensystem

Die sozialpädagogischen Mitarbeitenden sind für einige Bewohner die direkten Ansprech- und Vertrauenspersonen und vertreten ihre Interessen. Es finden regelmässige Bezugspersonengespräche statt, in denen das Wohlbefinden und die Probleme der Bewohner besprochen werden. Der zuständige Sozialpädagoge ist verantwortlich für die Administrierung und die Führung der Bewohnerdossiers.

Standortbesprechungen

Mindestens ein Mal pro Jahr findet pro Bewohner eine Standortbestimmung statt. Die Förderziele werden überprüft und neu vereinbart. Bei der Förderplanung werden die Bewohner möglichst einbezogen.

Qualitätsüberprüfung des Betriebes

Ministerium für soziale Politik der Ukraine und Department für Soziale Sicherheit der Bevölkerung bei der Transkarpatischen Oblastjverwaltung sind zusammen mit der Gesundheitsverwaltung der Region für die  Qualitätsüberprüfung des Betriebes und der medizinischen Pflege der Heimbewohner besorgt. Sie kontrollieren den Hygienezustand des Heims und die Gewährleistung der spezifischen medizinischen Pflege.

Die Buchhaltung und die wirtschaftliche Tätigkeit des Wohnheimes wird durch das Ministerium für Soziale Politik der Ukraine, durch das Department für Soziale Sicherheit der Bevölkerung bei der Transkarpatischen Oblastjverwaltung und durch andere bevollmächtigte Behörden gemäss der ukrainischen Gesetzgebung kontrolliert.

Qualifizierung des Personals

Den Mitarbeitenden werden zeitgemässe Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen geboten. Sie treffen sich in wöchentlichen Teamsitzungen, wo sie ihre Arbeit reflektieren, Vorschläge unterbreiten und Probleme besprechen. Sie werden einbezogen in die Organisationsentwicklung. Die Mitarbeitenden orientieren sich an den Zielsetzungen des Wohnheims Parasolka, übernehmen Eigenverantwortung und engagieren sich in der Weiterbildung.

Überprüfung der Umsetzung des Konzepts des Wohnheims Parasolka

Eine sozialpädagogisch ausgebildete Person aus der Schweiz, wird das Wohnheim zur Qualifizierung des Personals und zur konzeptuellen Weiterentwicklung regelmässig besuchen. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Qualitätsüberprüfung der sozialpädagogischen Betreuung und die Überprüfung des Entwicklungsprozesses der Bewohner.

Entwicklungsabsichten für SAZI Parasolka

Das Wohnheim Parasolka soll als eigenständige Institution geführt und betrieben werden, mit einer eigenen Direktion und eigener Budgetverwaltung.

Die Stellen werden gemäss den Vorstellungen des internen Konzepts besetzt. Neben der Institutionsleitung je eine Bereichsleitung für Sozialpädagogik, Arbeitsagogik und Betriebswirtschaft. Für die medizinische Begleitung ist die Anstellung einer Krankenschwester sinnvoll. Die Aufgabe der Mitarbeitenden ist auf eine agogische Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner ausgerichtet. Die Anstellung eines Hauswartes ist für die Instandhaltung der Infrastruktur und für die Überwachung der Betriebssicherheit unabdingbar.

Die Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten in den Werkstätten sollen weiterentwickelt werden. Die Werkstätte sollen zugänglich werden für Menschen mit einer Behinderung aus der Region.

Mit der zunehmenden Produktion soll die Gründung einer Sozialfirma ermöglicht werden. Der Erwerb dieser Firma soll die Weiterentwicklung des Modelprojekt Parasolka ermöglichen.

Das Projekt Parasolka soll den Status als Modelprojekt erhalten, damit ihre fortschrittliche Entwicklung ähnlichen Institutionen für Menschen mit einer Behinderung in der Ukraine dienen kann.