Die wichtigsten Meilensteine

2016    Das Wohnheim Parasolka auf Kurs; Schwerpunkt der Porjektarbeit im Waisenhaus Vilshany

Wie sich beim Besuch des Vorstands in der Ukraine im Oktober 2016 zeigte, läuft der Betrieb im Wohnheim Parasolka gut. Es herrscht eine freundliche Atmosphäre. Die Bewohnerinnen und Bewohner helfen in der Hauswirtschaft, im Garten und in der Landwirtschaft. In den Ateliers weben sie Tischläufer und Teppiche; sie stellen Karten, Filzpantoffeln und -Blumen her, zimmern Blumenkistchen und malen Bilder. An der Feier zum siebten Geburtstag des Wohnheims begeisterte der Parasolkachor mit neuen Liedern und Tänzen.

 

Mehr und mehr wird das Wohnheim Parasolka seinem Ruf als Modellprojekt gerecht. Eine Selbsthilfe-Elterngruppe "Nadija" (Hoffnung) arbeitet in Uzhorod mit Unterstützung der Partner-organisation CAMZ daran, ein ähnliches Wohnheim aufzubauen. Eine betroffene Mutter meint: "Was in Tjajchiv funktioniert, muss doch auch in Uzhorod möglich sein. Es ist für mich ein Traum, dass mein Sohn einmal so leben könnte.

 

Neben dem gut funktionierenden Wohnheim Parasolka hat sich der Verein die Verbesserung der Lebensbedingungen im Waisenhaus Vilshany zu einem weiteren Schwerpunkt gemacht. Die Anzahl der behinderten Kinder, die nach der Geburt dem Staat abgegeben werden, nimmt von Jahr zu Jahr ab. Da gleichzeitig die psychiatrischen Anstalten für Erwachsene überfüllt sind, leben immer mehr behinderte Erwachsene ohne Beschäftigung im Waisenheim Vilshany. Mit Unter-stützung des Vereins Parasolka wurde dieses Jahr nach den Schulzimmern und Aufenthalts-räumen der Mehrzwecksaal renoviert und für Bewegung und Sport eingerichtet.

 

Ohne zusätzliches Personal können jedoch Angebote für eine sinnvolle Beschäftigung nicht realisiert werden. Kurzentschlossen hatte Direktor Kykyna mehrere Stellen für Erzieherinnen zu solchen für Arbeitsagoginnen umgewandelt. Der Verein Parasolka finanziert zudem zwei weitere Mitarbeiterinnen sowie einen Musik- und Sportlehrer.

 

Dritte schweizerisch-ukrainische Fachkonferenz und Workshop

Dicht gedrängt sassen bis 60 Personen an den drei Konferenztagen im Mehrzwecksaal des Wohnheims Parasolka. Neben der neunköpfigen Delegation aus der Schweiz waren 14 ukrainische Organisationen vertreten. «Leider fehlt den theoretisch ausgebildeten Fachkräften in der Ukraine vielfach das praktische Rüstzeug im Umgang mit behinderten Menschen», zeigte Sonder-pädagogin Henny Graf-de Ruiter einleitend auf. Sie hatte das Seminar mit der Partnerorganisation CAMZ zum Wunschthema «Kommunikation» vorbereitet.

 

Lukas Wunderlich vermittelte als Fachmann eindrücklich viele praktische Hinweise und Lösungsansätze im Zusammenhang mit Aggression und Gewalt. Anschaulich stellte Susanne Berner Möglichkeiten der unterstützten Kommunikation mit geistig behinderten Menschen vor. Die lebhaften Gespräche in den Workshops zeigten: Auch bei unterschiedlichen Voraussetzungen stellen sich in der Schweiz und der Ukraine im Umgang mit geistig behinderten Menschen ähnliche Grundfragen. Berührt vom grossen Interesse stellten die Schweizer Fachkräfte spontan weitere Workshops in Transkarpatien in Aussicht.

 

Vorher hatten Henny Graf, Chantal Moor und Beat Hunziker vom Verein Parasolka bereits erfolgreich mehrere Workshops in der Ukraine durchgeführt. 

 

2015      Intensive Zusammenarbeit und zusätzliche Projekte

Freiwilliger Einsatz auch vor Ort

Im Juli machten sich Freiwillige aus dem Rajon Tjachiv daran, beim Wohnheim Parasolka einen Sportplatz mit Fussballtor, Basketballnetzen, Schaukel, Sportgeräten und Bänken einzurichten. Die BewohnerInnen verfolgten die Aktivitäten voller Vorfreude.

 

Workshops im Waisenkinderheim in Vilshany und im Wohnheim Parasolka

Da in der Ukraine heil- und sozialpädagogisches Wissen und Erfahrungen sehr gefragt sind, organisierte der Verein Parasolka in Zusammenarbeit mit CAMZ im Juni wiederum verschiedene Workshops vor Ort.

Im Wohnheim Parasolka baute Ueli Schweingruber unter anderem eine Kompostanlage auf, während seine Frau Barbara einen zweiten Webstuhl einrichtete.

Im Waisenhaus Vilshany gab Heilpädagogin Henny Graf den Erzieherinnen praktische Anleitungen für den Unterricht und die Förderung der behinderten Kinder. Sozialpädagogin Chantal Moor und Heilpädagoge Beat Hunziker trafen Abklärungen für sinnvolle Einrichtungen und Beschäftigungsmöglichkeiten jener über 60 Jugendlichen, die bis dahin ohne Förderung und Betätigung blieben.

 

Weiterbildung und Besichtigungen in der Schweiz

Anfangs Mai weilte auf Einladung des Vereins Parasolka eine Delegation von Leitungs- und Fachpersonen aus der Ukraine für Weiterbildung und Besichtigungen in der Schweiz. In Biel bekamen sie wertvolle Anregungen bei den Besuchen der Heilpädagogischen Tagesschule, dem Billhaus (Tagesbeschäftigung für acht junge Menschen mit einer geistigen Behinderung) und Ladenbistro mit Produkten verschiedener Behindertenwerkstätten. Der Besuch der SSBL in Rathausen gab Einblick in Leitbild und Konzept der Stiftung für Schwerstbehinderte, die verschiedenen Wohnformen und eine angepasste Beschäftigung. Beim Besuch im Buechehof in Lostorf bekamen sie viele praktische Tipps für die Aufzucht insbesondere der heikeln Pflanzen. Der Setzlingsmarkt auf Schloss Wildegg veranschaulichte das Ergebnis der entsprechenden Arbeit in der Schweiz. Für den Aufbau einer dringend nötigen Fachstelle für Autismus durften die beiden Fachfrauen von CAMZ, Katja Balega und Nadja Danch, neben neuen Erkenntnissen auch viel Material für die praktische Arbeit in die Ukraine zurückbringen.

  

Rollstuhlprojekt

Seit längerem bereitet der körperliche Zustand von Larissa und Stepan grosse Sorgen. Die dringend notwendige Physiotherapie für Beweglichkeit und Erhalt der Gliedmassen konnte bisher vor Ort nicht gewährt werden. Dank der Vermittlung von Stefan Sutter von Curaviva Schweiz konnten zwei elektrische Rollstühle günstig erworben werden. Vorstandsmitglied Henny Graf packte die Gelegenheit, Larissa und Stepan im Februar nicht nur für die Anpassung der Rollstühle, sondern auch für eine Abklärung in die Schweiz einzuladen. Physiotherapeutin Claudia Leu führte nach der Abklärung die jungen Menschen und die mitgereiste Krankenschwester in die nötigen Übungen ein.

 

2014      Ablösung der Pionierphase, neuer Vorstand

2014 war ein sehr schwieriges Jahr für die Ukraine. Das Projektgebiet in der Westukraine liegt zwar räumlich weit von der Kriegsfront im Osten entfernt. Die politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind aber überall spürbar.

 

Trotzdem entwickelten sich die Projekte von Parasolka erfreulich. Das gemeinsame Engagement der Partner in der Schweiz und in der Ukraine zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen mit einer Behinderung in der Ukraine verlief erfolgreich.

 

Von der gemeinsamen Arbeit mit verschiedenen Workshops und Besuchen in Transkarpatien ist insbesondere die zweite ukrainisch-schweizerische Fachkonferenz hervorzuheben, welche die Partnerorganisation CAMZ im September 2014 im Wohnheim Parasolka durchführte und die auf ein grosses Echo stiess.

 

Mit Beat Hunziker und Andreas Schmid erhielt der Vereinsvorstand zwei neue engagierte Mitglieder.


2013      Weiterentwicklung von Parasolka und Öffnung für weitere Projekte

Der Verein Parasolka unterstützt das Wohnheim weiterhin soweit nötig. Er ermöglicht zum Beispiel notwendige Reparaturen und Renovationen und finanziert jene Mitarbeitende, für welche der ukrainische Staat nicht aufkommen kann (dazu gehören unter anderem die Musik- und Tanzlehrerin) oder unterstützt öffentliche Auftritte der Musikgruppe "Huzulik" des Wohnheims.

 

Die Weiterbildung des Personals und die psychologischen Begleitung der Bewohner und Bewohnerinnen (in Zusammenarbeit mit CAMZ) bildet weiterhin einen Schwerpunkt. So werden im Oktober zwei Workshops mit Fachpersonen aus der Schweiz durchgeführt, welche wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der agogischen Arbeit  vermitteln.

 

Die Werkstätten und Ateliers des Wohnheims sollen neben den Bewohnerinnen vermehrt auch weiteren Menschen mit einer Behinderung als externe Mitarbeiterinnen geöffnet werden.


Die Mitgliederversammlung beschliesst, dass sich der Verein Parasolka ausser im Wohnheim Parasolka auch in weiteren Projekten für die Verbesserung der Lebenssituation und der gesellschaftlichen Akzeptanz der Menschen mit einer Behinderung in der Ukraine einsetzt.

Namentlich soll auch das Kinderheim Vilshany (welchem das Wohnheim Parasolka organisatorisch nach wie vor angegliedert ist) unterstützt werden. Der Verein übernimmt in diesem Rahmen Kosten für die Renovation von Schul- und Atelierräumen sowie die Kosten für die pädagogische und psychologische Begleitung durch Fachpersonen von CAMZ.

 

Als weiteres Projekt wird Solochiv finanzielle und fachliche Unterstützung für den Aufbau und den Start zugesagt. Die griechisch-katholische Pfarrgemeinde errichtet in der Stadt Solochiv - im Oblast Lviv - eine Tagesstätte für Kinder mit Behinderungen.
  
Dem Ziel, den Reformprozess des Behindertenwesens in der Ukraine zu fördern, dient ein Besuch einer hochrangigen Behördendelegation aus der Ukraine - angeführt von  der Sozialministerin - in der Schweiz im Oktober (s. Bericht).


2012      Weiterer Ausbau und erste Fachkonferenz

Der Verein finanziert den Ausbau einer dritten Werkstätte und eines Mehrzweckraumes. Dadurch und mit der Erarbeitung von Konzepten, der Durchführung von Weiterbildungen und Workshops kann das Modellprojekt Parasolka konkret weiter entwickelt und gefestigt werden.

 

Eine dreitägige ukrainisch-schweizerische Fachkonferenz in Tjachiv im September widmet sich erfolgreich folgenden Zielen: Bekanntmachen des Projektes Parasolka, Stärkung und Austausch und Vernetzung, Formulierung von konkreten Empfehlungen ans Ministerium für Zukunftsperspektiven für Menschen mit einer Behinderung in der Ukraine (s. den ausführlichen Bericht). Damit wird bekräftigt, dass das Modellprojekt Parasolka zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit einer Behinderung in der Ukraine allgemein beitragen will. Der Stellenwert der Projektes wird durch den Besuch des Schweizer Botschafters in der Ukraine, Dr. Christian Schönenberger, unterstrichen.


2010/2011      Ausbau und Weiterentwicklung
In einer intensiven Zusammenarbeit zwischen dem Verein Parasolka, der ukrainischen CAMZ und der Direktion des Wohnheims Parasolka wird das Projekt Parasolka mit den gegebenen Möglichkeiten kontinuierlich weiter entwickelt und gefestigt.


Im Hinblick auf die unterschiedlichen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten spielt dabei die regelmässige Kommunikation zwischen den Partnern eine wichtige Rolle. Jahresplanung und Budget werden jeweils in mehrtägigen, gemeinsamen Koordinationssitzungen diskutiert und festgelegt.

Seit der Eröffnung begleitet CAMZ durch regelmässige Besuche die Direktion und die Mitarbeiterinnen im Wohnheim Parasolka beim Aufbau von Strukturen und einem Gemeinschaftsleben. Die Bewohnerinnen und Bewohnern lernen, sich in eine Ordnung einzufügen und selber ihren Anteil zum Gemeinschaftsleben beizutragen.  Anfänglich fehlt es an sinnvollen Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Es erforderte von Direktorin Oksana Lukach und den Mitarbeiterinnen im Haus Parasolka sehr viel Verständnis, Geduld und Ausdauer, um nach und nach eine Gemeinschaft und eine angepasste Förderung aufzubauen.

 

Bei der Eröffnung gibt es nur zwei Räume im Hauptgebäude, wo die Bewohner - neben der Arbeit im Haushalt und Umgebung - handwerklich tätig sein können. Deshalb wird die Schaffung von Werkstätten zum nächsten wichtigen Projektziel.


2009      Eröffnung des Wohnheims Parasolka
25 junge Menschen aus dem Waisenhaus Vilshanyziehen ziehen am 16. Oktober 2009 ins Wohnheim Parasolka ein. Die feierliche Eröffnung findet im Beisein von zahlreichen hohen Politikern aus Transkarpatien und der Stadt Tjachiv, Vertretern von Fachorganisationen aus der ganzen Ukraine,  einer 27-köpfigen Delegation aus der Schweiz und zahlreichen Vertretern von nationalen und lokalen Medien statt.

 

Ein Schweizer Heilpädagoge begleitet die schwierig Anfangsphase in einem fünfwöchigen Einsatz. Der Betrieb des Hauses wird nun vom Staat finanziert. Der Verein Parasolka übernimmt seither die zusätzlichen finanziellen Aufwendungen.


2008      Intensive Vorarbeiten und Vorbereitungen
Die Hauptverwaltung für Soziales und Sicherheit in Transkarpatien heisst das sozial-pädagogische Konzept gut. Ihr Leiter Victor Matsola sichert die weitere Zusammenarbeit für die Entwicklung des Projektes sowie die Übernahme des Wohnhauses Parasolka nach dessen Fertigstellung und Abnahme schriftlich zu.


Im September 20 08 besuchen auf Einladung des Vereins Parasolka fünf ranghohe Politiker aus Transkarpatien die Schweiz, darunter Victor Matsola, der Vizegouverneur Myhaylo Popovich und Iwan Kovach, Bürgermeister der Stadt Tjachiv. Im Beisein des ukrainischen Botschafters Dr. Ihor DIR werden die Gäste unter anderem vom Luzerner Stadtrat empfangen.

 

Bei den Besichtigungen von Institutionen beeindrucken sie die individuelle Förderung, die respektvolle Haltung und der liebevolle Umgang mit den Menschen mit einer geistigen Behinderung. Es kommt zum Ausdruck, dass dem Projekt Parasolka Modellcharakter zukommt für die Sensibilisierung von Gesellschaft und Politik für die Akzeptanz und Integration der behinderten Menschen in der Ukraine. Über den Besuch wird ein ausführlicher Bericht verfasst.


Im Sommer und im Herbst 2009 werden im künftigen Wohnheim die meisten Bauarbeiten ausgeführt. Für die Inbetriebnahme müssen zudem zahlreiche Bewilligungen und Bestätigungen eingeholt werden.
Im Waisenhaus Vilshany werden die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner auf das Leben im Wohnheim Parasolka vorbereitet. Dabei leisten Mitarbeiterinnen der CAMZ und aus der Schweiz fachliche Unterstützung. Im September werden Vilshany-Direktor Bogdan Kykyna und die neu bestimmte künftige Parasolka-Direktorin Oksan Lukach in der Schweiz in ihre neuen Aufgaben eingeführt. Zudem wird die Zusammenarbeit zwischen dem ukrainischen Staat, der einheimischen NGO CAMZ und dem Schweizer Verein Parasolka in einer gemeinsamen Planungssitzung festgelegt.

 


2007      Vereinsgründung - Renovationsarbeiten und sozialpädagogisches Konzept  

Da die Realisierung des Projektes die Möglichkeiten des Netzwerkes NeSTU übersteigt, wird 2007 der Verein Parasolka gegründet.


Unter der Leitung von Bauingenieur Sascha Prigara werden unter Bezug von ukrainischen Architekten Umbaupläne erarbeitet, ein Budget erstellt und die Baubewilligungen eingeholt und noch im gleichen Jahr Umbauarbeiten ausgeführt. Zuerst wird das Hauptgebäude bewohnbar gemacht und eingerichtet. Gleichzeitig werden in einem der Nebengebäude eine Gästewohnung sowie Lager- und Garageräume eingerichtet.


Die Leitideen und das sozial-pädagogische Konzept für den Betrieb werden unter der Leitung der Schweizer Heilpädagogin Henny Graf mit CAMZ entwickelt.


2006      Waisen aus Vilshany sammeln Geld für ihr künftiges Daheim
Auf der ersten Konzert- und Ferienreise der Musikgruppe «Huzulik» aus dem Waisenhaus Vilshany in die Schweiz sammelt diese mit ihren Auftritten Geld für ihr künftiges Zuhause. Ein intensives Fundraising in der Schweiz beginnt. 
 
In der Stadt Tjachiv kann im November mit Spenden aus der Schweiz ein grosses renovationsbedürftiges Haus mit mehreren Nebengebäuden gekauft werden. Eigentümerin ist die einheimische NGO CAMZ. Später werden 0,5 Hektaren Land dazu gekauft. Gemüsegarten und Kleinlandwirtschaft auf dem gesamthaft 2,1 Hektaren grossen Grundstück bilden die Grundlage für die teilweise Selbstversorgung .


2005      NeSTU unterstützt das Projekt
Annemarie Steiner leistete 2005 einen dreimonatigen Arbeitseinsatz in Vilshany und trug die Idee der Schaffung eines Wohnheims in den NeSTU-Vorstand, der das Projekt unterstützte. Im gleichen Jahr besuchte Monika Fischer das Waisenhaus Vilshany. Aus diesen Aufenthalten entsteht eine NeSTU-Arbeitsgruppe (Monika Fischer und Annemarie Steiner aus der Schweiz; Nataliya Kabatsiy und Jürgen Kräftner aus der Ukraine), die sich mit dem Projekt des Wohnheims befasst.  


2000      Erste Kontakte mit der Schweiz
Bereits vor der Gründung von NeSTU (Netzwerk  Schweiz - Transkarpatien/ Ukraine) im Jahr 2001 kam ein interessierter Personenkreis aus der Schweiz über Nataliya Kabatsiy erstmals in Kontakt mit dem Waisenhaus Vilshany. Die BesucherInnen waren berührt von der elenden Situation der dort lebenden Waisenkinder.


1997      Vision eines spezialisierten Wohnheims
Fachpersonen aus Frankreich untersuchen die Kinder im Waisenhaus Vilshany. Die Kinder werden entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten in unterschiedlichen Gruppen mit guten Erfolgen gefördert.

 

Als sich das französische Personal zurückzieht, bleiben ihre ukrainischen Partner weiter sehr aktiv in der Region und arbeiten in Vilshany weiter. Nataliya Kabatsiy, die heutige Direktorin von CAMZ, ist als Übersetzerin bei den Abklärungen dabei. Zusammen mit dem  Direktor des Waisenhauses, Iwan F. Bihunets, sucht sie nach Alternativen für die Bewohner von Vilshany, wenn sie erwachsen werden. Bisher gibt es für sie nur das Leben in einer psychiatrischen Anstalt. So entsteht die Vision eines auf die jungen Menschen ausgerichteten spezialisierten Wohnheims, möglichst in einer weniger abgelegenen Gegend. Die Sozialisierung der jungen Menschen und ihre Integration in die Gesellschaft sollten dadurch erleichtert werden. In einer Kleinstadt scheint die Chance zudem grösser, geeignete Mitarbeitende zu finden.