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Leben im Waisenhaus 2010
Direktor Bogdan Kykyna, neuer Direktor seit August 2009 bemüht sich, die Lebensbedingungen für die behinderten Kinder und Jugendlichen zu verbessern. So wurden z.B. neue Betten angeschafft und die alten, undichten Fenster ersetzt. Vermehrt werden die Bettlägerigen mobilisiert, in Rollstühle gesetzt und ins Freie gebracht.
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Leben im Waisenhaus Vilshany
In dem "Internat" genannten Haus leben heute rund 200 Kinder und Jugendliche zwischen vier und ca. 20 Jahren mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Behinderungen. Trotz vieler Verbesserungen (siehe Ausgangslage) sind die Zustände im Waisenhaus von Vilshany noch immer prekär. 12 Jahre nach den Hilfeleistungen durch die französische Organisation CAM sind die sanitären Einrichtungen defekt, kaum eine WC-Spülung funktioniert, warmes Wasser gibt es selten. Einer einzigen Betreuerin sind 15 bis 20 Kinder und Jugendliche anvertraut. Diese sitzen häufig ohne Spielzeug und Beschäftigung in einem leeren Raum. Von individueller Förderung kann keine Rede sein, sind doch die Arbeitsabläufe kompliziert und ineffizient. Schwer behinderte Kinder und Jugendliche liegen meist direkt auf einer Gummimatte. Sie werden gewaschen und gefüttert, erhalten jedoch kaum Zuwendung.
Je nach Saison arbeitet das Personal von Vilshany auf dem Feld, um einen möglichst grossen Beitrag zur Selbstversorgung leisten zu können.
Es fehlt an Geld und an ausgebildetem Personal, welche die eingeleitete Entwicklung langfristig und nachhaltig umsetzen könnten. Entsprechend bestehen diese teilweise nur auf dem Papier. Der Arbeitsplatz Vilshany ist für Fachpersonal unattraktiv.Dringender Handlungsbedarf besteht im Hinblick auf die Zukunft der Jugendlichen. Nach ukrainischem Gesetz müssen diese mit 20 Jahren in psychiatrische Kliniken verlegt werden. Es heisst, dort seien die Lebensbedingungen noch schlimmer als in Vilshany, was eine geringe Lebenserwartung zur Folge hat.
Die angehängten sehr persönlichen Briefe zeigen, wie Annemarie Steiner das Leben in Vilshany bei ihrem Arbeitseinsatz im Frühling 2005 erfahren hat.
Bericht 1 (Mai 2005) ...............Bericht 2 (Nov. 2005) ...............Bericht 3 (2006)
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Der Direktor des Waisenhauses Vilshany ist gestorben
Am Ostermontag, 13. April 2009, ist Iwan Federowitsch Bihunets in seinem 65. Lebensjahr gestorben. Angesichts der schweren Finanzkrise hatte er im Oktober 2008 einen schweren Herzinfarkt erlitten, von dem er sich nicht mehr erholen konnte. In seinen 36 Jahren als Direktor des Waisenhauses Vilshany durfte er sein grosses Lebensziel, die Einweihung des neuen Wohnheims Parasolka, leider nicht mehr erleben. Neben dem Einsatz für Parasolka ist es sein Verdienst, dass in den letzten Jahren Jugendliche auch nach der Erreichung des 20. Lebensjahres wann immer möglich nicht mehr in eine psychiatrische Anstalt verlegt, sondern in Vilshany behalten wurden.
Der Vorstand des Vereins Parasolka hat Iwan Bihunets in den Jahren der Zusammenarbeit näher kennen und schätzen gelernt. War er anfänglich als Autoritätsperson distanziert, hat er sich insbesondere während den beiden Ferien- und Konzertreisen mit den Huzulik in den Jahren 2006 und 2008 mehr und mehr geöffnet. Sensibilisiert durch den wertschätzenden Umgang der Menschen mit einer Behinderung in der Schweiz, fand auch er einen persönlicheren Zugang zu den ihm anvertrauten Kindern und Jugendlichen in Vilshany.
Wir werden ihn vermissen.
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| Beim letzten offiziellen Besuch in Vilshany Ende Juli 2008 |
Eindrücke von der Ferien- und Konzertreise der Huzulik in der Schweiz im Mai 2008 |
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Der neue Direktor von Vilshany: Bogdan Kykyna
Bogdan Kykyna, 40, hat im Juli das Amt des verstorbenen Direktors Iwan F. Bihunets angetreten. Er ist in Vilshany aufgewachsen, wo er mit seiner Frau und zwei Kindern wohnt. Nach einem Wirtschaftsstudium hat er 1992/93 in Vilshany als Buchhalter gearbeitet. Danach kontrollierte er im Auftrag des Staates Unternehmen im Oblast Transkarpatien. Seit 1998 ist er ständiges Mitglied der Verteilungskommission der Humanitären Hilfe aus dem Ausland.
Bogdan Kykyna möchte die dringendst nötigen Verbesserungen im Waisenhaus zum Wohle der Bewohner Schritt für Schritt anpacken. Als Direktor des Internats von Vilshany wird er in der Anfangsphase ebenfalls für Parasolka zuständig sein. Er schätzt das Pionierprojekt, hofft jedoch auch auf weitere Unterstützung für das Waisenhaus Vilshany.
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