Foto: Aleksandr Glyadyelov


Reisetagebuch der Gruppe „Huzulik“

Nachtrag: Schon nach 24 Stunden ist die Gruppe wohlbehalten in Vilshany angekommen. Die Kinder sind glücklich, lachen, erzählen dem Personal von ihren Ferien, von ihrem selber geleisteten Beitrag an ihr neues Zuhause, auf welches sie sich schon so lange freuen. Nach diesem Telefongespräch bin auch ich entlastet, müde zwar, aber neu motiviert, weiter zu arbeiten für diese Kinder und Jugendlichen, für deren lebenswerte Zukunft.

Samstag, 24. Mai: Ein wunderbar sonniger Tag erwartet uns. Nach dem Frühstück in der Baulandhalle gehen wir, ausgerüstet mit dem Bajan und der Pauke, in das Zentrum des 5000 Seelen grossen Osterburken. Überall ist Musik zu hören. Die Huzulik sind in ihrem Element. Die Kollekten der Strassenmusikkonzerte werden in ein Glaces umgewandelt, ein Teil bleibt übrig für das Projekt Parasolka. Um 19.00 Uhr beginnt die zweite Galavorstellung im grossen Festzelt. Unsere Kinder und Jugendlichen sind begeistert von den Darbietungen. Nach dem Beitrag der Tschechei verabschieden wir uns gegen 22.00 Uhr von neu gewonnenen Freunden. Die Appenzeller Gruppe „Erscht rächt“ unter der Leitung von Mirta Ammann begleitet uns singend zum Bus. Somit nehmen die Huzulik die Melodien von „eigekühltes Cocacola“ mit auf den Heimweg. Gute Fahrt!

Freitag, 23. Mai: Abreisetag. Der Abschied von den Gasteltern fällt schwer. Der Direktor bedankt sich nochmals bei allen Helfern und Gasteltern für diese wunderbaren Ferien in der Schweiz. Kaum ein Auge bleibt trocken. Der einzige Trost; wir fahren nicht direkt zurück ins Heim in die Ukraine, sondern nach Osterburken in Deutschland an ein Internationales Festival für Menschen mit und ohne Behinderung.
Dort erwartet uns ein perfekt organisierter Grossanlass mit 400 beteiligten Personen, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen mit unterschiedlichen Behinderungen aus 9 verschiedenen Ländern Europas. Der 20 minütige Auftritt der Huzulik wird mit grossem Applaus verdankt. Danach hören wir uns noch ein paar Bands an und legen uns spät in der Nacht in zwei Schulzimmern des Gymnasiums am Boden schlafen.

Donnerstag, 22. Mai: Um 10.00 Uhr treffen wir uns auf dem Picknickplatz beim Steinibühlweiher in Sempach. Es ist ein Spieltag mit Martina Pavic vorgesehen. Martina kennt die Jugendlichen von zwei Aufenthalten in Vilshany. Sie ist vom Verein Parasolka beauftragt, die Jugendlichen auf die neue Wohnform vorzubereiten. Es ist erstaunlich, mit wie wenig Aufwand die nicht verwöhnten Kinder zu begeistern sind. Einige Gasteltern kommen ebenfalls zum Grillplatz und es folgt ein gemütlicher Nachmittag mit Postenlauf, Ballspiel, Schlangenbrot backen, grillieren. Gegen vier Uhr gehen die Kinder zurück in ihre Familien, um den letzten Abend gemeinsam zu verbringen.

Mittwoch, 21. Mai: Am Nachmittag gehen wir in den Vergnügungspark der Familie Müller in Schongau. Die Gruppe amüsiert sich auf der Rodelbahn, mit Tretautos, auf der Riesenrutschbahn und vielem mehr. Danke an Familie Müller für das Angebot!!!!
Von Schongau zurück nach Aesch getrauen sich die Chauffeure mit dem Bus jedoch nicht. Es sei zu steil und die Bremsen könnten versagen! Also nehmen wir den Höhenweg nach Hohenrain, wo unser heutiges Konzert stattfindet.
Die Firmlinge der Pfarrei Hohenrain/Kleinwangen haben zusammen mit Margrit Ineichen diesen Grossanlass als konkretes Projekt vorbereitet. Die Huzulik werden mit einer feinen Suppe und Würstchen von den Firmlingen bedient. Sofort finden die Kinder Kontakt zueinander. Die Tische sind mit Blumen geschmückt, ein richtiges Fest nimmt seinen Lauf.
Der Mehrzwecksaal im Schulhaus Hohenrain ist mit etwa 250 Stühlen und Tischen belegt, das reicht nicht! Es kommt zu einem Grossandrang, worüber wir alle erstaunt sind. Die Firmlinge, unter Mithilfe ihrer Eltern, bedienen die über 300 Konzertbesucher mit Getränken und Kuchen. Sogar eine Tombola haben die Kinder zu Gunsten des Projektes vorbereitet.
Erneut zeigen wir eine kurze Powerpoint über das Leben der Kinder in Vilshany und das Projekt Parasolka. Dieses letzte Konzert in der Schweiz wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Die Huzulik haben Wunderkerzen mitgebracht, welche sie am Schluss des Konzertes auf der Bühne entfachen. Jedes der Kinder und Jugendlichen bekommen ihren „Lohn“ in Form von je 100 Grivna, Fr. 25.-, mit welchem sie sich dann in der Ukraine auf dem Bazar etwas kaufen können.
Danke Margrit Ineichen, den Firmlingen und allen MithelferInnen!

Dienstag, 20. Mai: Jura Makar, der Musikalische Leiter der Huzulik, hat heute Gelegenheit, den ganzen Tag in der Heilpädagogischen Schule im Würzenbach zu hospitieren. Bei einem Musikprojekt mit Arno Pachera, Musiktherapeut, kann er eins zu eins miterleben, wie in der Schweiz Musikunterricht für Kinder mit einer Behinderung erteilt wird.
Da es heute kalt und regnerisch ist, sehen die Huzulik in der Zwischenzeit den Musikfilm „Dschungelbuch“. Die Geschichte eines Jungen, welcher zusammen mit den Tieren ohne Eltern im Dschungel aufgewachsen ist. Danach bleibt noch Zeit, ein eigenes T-Shirt zu bemalen.
Nach dem Mittag fahren wir zur HPS Würzenbach, wo uns Jura erwartet und die Huzulik geben ein Ständchen für die Schüler. Anschliessend erwartet uns Thomas Walpen und sein Jugendchor in der Pfarrei St. Anton in Luzern. Das Konzert wird zu einem Grossanlass. Nach zwei Gospelliedern, gesungen vom Jugendchor als Begrüssung, einer kurzen Powerpointpräsentation des Projektes Parasolka singen die Huzulik. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Ewegi Liebi“ geht das Konzert zu Ende.

Montag, 19.Mai: Der Bus führt uns nach Solothurn. Dort erwartet uns Ruedi Iseli, Parasolka-Vorstandsmitglied. Während der Besichtigung der Kathedrale singt Jura spontan das „Bosche nasch“, das „Vater unser“ und schliesst in seinen Dank an Gott die Organisatoren dieser Ferienreise mit ein.
In der wunderbaren Umgebung des Altersheims dürfen wir picknicken. Als Dank singen die Huzulik zwei Volkslider, was von den Heimbewohnern mit herzlichem Applaus verdankt wird.
Herr Richard Grand, Mitglied vom Verein NeSTU Netzwerk Schweiz Transkarpatien/Ukraine holt uns in Solothurn ab und führt uns nach Biel. Dort erwartet uns eine faszinierende Schifffahrt. In La Neuveville, einer wunderschönen, mittelalterlichen Stadt bekommen wir ein Dessert gesponsort.
Mit dem Bus zurück nach Biel kocht uns Erika Supersaxo, welche uns den Tag über begleitet hat, im ref. Kirchenzentrum eine Minestronesuppe mit Wienerli. Das anschliessende Konzert ist ein einmaliges Erlebnis. Die Jugendlichen sind konzentriert, verlieren aber nichts an ihrer Spontaneität. Die drei mitgereisten Erzieherinnen singen erstmals mit dem Chor die Volkslieder mit. Ein wunderbares Publikum verdankt das Konzert mit frenetischem Applaus.
Um 23.00 Uhr kommen wir nach einem entspannenden Tag nach Sempach zurück
Herzlichen Dank Ruedi Iseli, Richard Grand und Erika Suppersaxo für die Mithilfe!

Sonntag, 18. Mai: Am Dreifaltigkeitssonnntag singen die Jugendlichen im Gottesdienst in Meggen. Es macht sich Müdigkeit bemerkbar, die Lieder wirken momoton.. Die vielen Eindrücke in den Familien, mangelnder Schlaf infolge nichts verpassen wollen und Liebeskummer von Sascha sind der Grund.
Das Konzert dann um 17.00 Uhr im Panoramasaal des Hotels Seeburg ist ein wahrer Höhepunkt. Die Kinder erkennen zum Teil die Leute vom Kiwanisclub, mit denen sie einen unvergeeslichen Tag auf dem Pilatus verbracht haben. Liebe Kiwaner, vielen Dank!
Nach der Darbietung der Huzulik singt die Sopranistin Madelaine Wibom begleitet von Andrew Dunscombe am Klavier Ausschnitte aus Opern, Operetten und Musicals. Sie tut dies mit einer solchen Ausstrahlung, dass auch die Kinder fasziniert und ruhig zuhören. Diese Benefizveranstaltung wird zu einem rundum gelungenen Anlass. Danke, Frau Wibom! Danke Pius und Dani!

Nach dem Konzert dürfen die Kinder auf Einladung des Kiwanisclub in den Mc Donald. So bekommt Wolodja, der heute seinen Geburtstag feiert, noch zu einem Happy Birthday und einem Kerzchen auf dem Dessert.
Ein langer Tag geht zu Ende. Wir von der Vorbereitungsgruppe sind dankbar dafür, dass niemand krank ist und die Kinder in den Gastfamilien so gut aufgehoben sind.

Samstag, 17. Mai: Heute ist Gastelterntag. Die Huzulik bleiben in den Familien. Am Abend dann treffen wir uns zum Gottesdienst in Knutwil.

Freitag, 16. Mai: In der Glasi Hergiswil erleben wir einen eindrücklichen Morgen. Die Kinder sind interessiert und stellen viele Fragen. Drei von den Jugendlichen selbst geblasene Glaskugeln sollen sie später im neuen Wohnheim Parasolka an die Ferien in der Schweiz erinnern.

Im Tierpark Goldau spazieren und füttern wir die Tiere. Die erste Angst vor den sehr zutraulichen Rehen ist schnell vorbei.
Im voll besetzten Saal des reformierten Kirchenzentrums findet das erste grosse Konzert der Huzulik statt. In ihren traditionellen Kleidern singen und spielen die Jugendlichen eine Episode aus dem Dorf, bei der Hochzeitsvorbereitungen getroffen werden. Die Volkslieder und anschliessende Popmusik werden mit herzlichem Applaus verdankt.
Für eine Stunde gehört die Bar des Jungwacht/Blauringhauses den Huzulik. Sie sind von Jugendorgansiationen zu einer Disco eingeladen.
Es war ein langer und anstrengender Tag für die Kinder. Um 22.30 Uhr werden sie abgeholt und alle gehen gerne „nach hause“.

Donnerstag, 16. Mai 2008: Die Huzulik sind eingeladen bei Nadja Tehza, einer ehemaligen Mitarbeiterin in Vilshany, welche ein 2 jähriges Praktikum in einer Wohngruppe für Menschen mit einer Behinderung in Stans absolviert. Das Mittagessen schmeckt allen vorzüglich.
Um 13.30 Uhr erwarten uns in der Heilpädagogischen Schule Stans eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen. Sie sind begeistert von der musikalischen Darbietung der Huzulik. Der Direktor und die Begleitpersonen werden von der Leiterin der Schule durch die Räume geführt, während die Kinder und Jugendlichen sich auf dem Spielplatz vergnügen.
Um 18.30 Uhr dann der Höhepunkt für die Kinder; sie treffen bei strömendem Regen ihre Gastfamilien und leben von nun an eine Woche in Sempach. Die Wiedersehensfreude ist gross, alle Kinder sind zu zweit in Familien untergebracht.

Mittwoch, 14. Mai: Direktor Jwan Fedrowitsch und Interessierte Begleitpersonen sind von der Stadtbehörde Sursee zu einer Stadtführung eingeladen. Frau Lienert zeigt den Gästen die wichtigsten Plätze und beantwortet die nicht enden wollenden Fragen des Direktors. Er ist erstaunt darüber, dass auch bei uns bis vor nicht allzu langer Zeit der Suhrenkanal zur Entsorgung allerlei Abfälle genutzt wurde.
Nach dem Mittagessen fahren wir auf Einladung des Zirkus Knie nach Zürich. Dort erleben die Kinder und ihre Betreuer eine sensationelle Darbietung. Sie danken es mit frenetischem Applaus.

Zurück in Sursee bereiten heute der Direktor und die Chauffeure das Nachtessen vor. Es gibt Schaschlik, ein Fleischspiess, gebraten auf dem offenen Feuer und Kartoffeln dazu. Nach vielen Trinksprüchen endet auch der heutige Tag spät, voller Dankbarkeit für das einmalige Ferienerlebnis in der Schweiz. Miteinbezogen in die Wünsche werden jeweils auch die Mitorganisatoren der Reise, der Vorstand von Parasolka und alle, die in irgendeiner Weise die Kinder von Vilshany unterstützen.

Dienstag, 13. Mai: Der Kiwanisclub Luzern lädt die Jugendlichen und ein Teil der Begleitpersonen zum Pilatustag ein. Um 10.00 Uhr fahren wir, mit einigen panikartigen Reaktionen der Jugendlichen auf die Krienseregg. Schnell ist die dramatische Fahrt in den 4-er Kabinen vergessen und die Huzulik vergnügen sich auf dem wunderbaren Spielplatz. Selbst Larisa im Rollstuhl kann auf eine Schaukel, was sie einfach nur geniesst. Die 8 Personen von Kiwanis verwöhnen uns mit einem leckeren Picknick. Schnell finden die Jugendlichen Kontakt zu den Organisatoren. Als Dank für das feine Essen geben sie spontan ein Ständchen, begleitet von Jura mit dem Bajan.
Die Weiterfahrt zum Pilatus Gipfel verläuft ohne Zwischenfall und die Kinder kommen aus dem Staunen nicht heraus. Berge von Schnee und Felsen, eine wunderbare Aussicht auf den Sempachersee, einmalig! Auf der Rodelbahn erreicht die Stimmung den Höhepunkt.
Dankbar für diesen wunderbaren Tag verabschieden wir uns am späten Nachmittag von unseren Gastgebern erneut mit einem Volkslied.
DANKE, liebe Kiwanisfreunde für diesen einmalig schönen Tag.

Montag, 12. Mai: Den Morgen verbringen die Huzulik mit Proben für die kommenden Konzerte. Es ist wunderbar, vor dem Pfadilager bei herrlichem Wetter zu üben. Angezogen von den Klängen der Musik kommen ab und zu Spaziergänger vorbei, welche sogleich ins Geschehn einbezogen und mit einem Flyer für die bevorstehenden Konzerte versehen werden.
Um 15.00 Uhr sind die Huzulik bereit, am Eingang zum Paraplegikerzentrum ein Platzkonzert zu geben. Die zahlreich anwesenden Besucher danken die Darbietung mit herzlichem Applaus und unaufgefordert mit einer grosszügigen Kollekte. Das gespendete Dessert wird dankend angenommen.
Den Abend verbringen die Jugendlichen mit einer Openair-Disco vor dem Pfadilager und als „Bettmümpfeli“ bekommen die Huzulik und ihre Begleitpersonen einen Film zu sehen, welcher vor 14 Jahren von Franzosen im Kinderheim gedreht wurde. Die Jugendlichen erkennen sich wieder als Kleinkinder und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Pfingssonntag, 11. Mai: Um 9.30 erleben wir einen eindrücklichen Gottesdienst in Hildisrieden mit den Huzulik. Im Anschluss gibt der Musikverein Hildisrieden ein Ständchen zum Muttertag vor der Kirche, Dazwischen singen die Huzulik auf der Kirchentreppe 2 Volkslieder mit einer solchen Freude und Begeisterung, dass der Applaus der zahlreich anwesenden Zuhörer nicht enden wollte.
Um 14.30 Uhr geht im Hallenstadion Zürich die Post ab. Die Gruppe Huzulik ist von DJ Bobo zum Konzert eingeladen worden. Ein einzigartiges Erlebnis für die Kinder. Sie tanzen zusammen mit dem Direktor auf der Tribüne zu der rhythmischen Musik von DJ Bobo und bewundern die technische Darbietung. Die Jugendlichen sind restlos begeistert von diesem Event. Auf der ganzen Rückreise singen sie aus vollen Kehlen.
Nach dem Nachtessen im Pfadiheim wird die Musikanlage vor das Haus geschleppt und die Kinder tanzen unermüdlich weiter, gerade so, als wollten sie keine Minute in der Schweiz verpassen.

Samstag, 10. Mai: Noch sind die Huzulik ohne Panne unterwegs. Um 13.00 kommt die Nachricht, dass sie an der Schweizergrenze in St. Margreten sind. Das wird knapp mit dem Gottesdienst in Sempach um 19.00 Uhr. Sie schaffen es, um 17.00 sind sie da, müde, aber glücklich endlich nach 36 Stunden das Ziel erreicht zu haben. Nach einer kurzen Butterbrotpause erleben wir einen wunderbaren, stimmigen, gut besuchten Gottesdienst. Leider blieb keine Zeit für den Kleiderwechsel. Entschuldigung.
Danach geht es ins Pfadilagerhaus in Sursee, wo der Bus ausgepackt wird. Mit Erika, Dani und Barbara in der Küche stehen auch nach kurzer Zeit die Älplermakronen und Apfelmuus auf dem Tisch. Gegen 24.00 Uhr gibt es Ruhe, die Kinder sind geduscht und bereit, am Sonntagmorgen um 8.30 in Hildisrieden aufzutreten.

Freitag, 9. Mai: Früh morgens um 5.00 Uhr fährt der Bus in Vilshany vor und die Reise in die Schweiz kann mit drei Tagen Verspätung von Neuem beginnen. Schon um 10 Uhr steht der Bus an der Grenze und nach nur 2 Stunden Wartezeit geht die Reise weiter über Ungarn. Wir erwarten die Huzulik morgen Samstag gegen 15.00 Uhr in Sursee.

Donnerstag, 8. Mai: Erfreulicherweise finden wir in der Luzerner Klezmerband «Ostwärts» mit Roli Spichtig und einem Trio von Musiklehrer Ruedi Bircher ein Ersatzprogramm für das Konzert in Stans. Zwischen zwei Musikblocks gibt eine Powerpoint-Show und ein kurzes Video Einblick in das schwierige Leben der 200 Kinder und Jugendlichen mit unterschiedlichen Behinderungen im abgelegenen Waisenhaus sowie in das Projekt Parasolka, für das die Kollekte bestimmt ist. Die weiteren Auftritte der Huzulik werden gemäss Programm stattfinden

Mittwoch, 7. Mai: Die Kinder warten in Vilshany am Morgen früh auf den Bus. Er kommt nicht. Die Krankheitsdiagnose des Fahrzeuges scheint doch ernster zu sein. Natascha Kabatsiy von unserer Partnerorganisation unternimmt alles Menschenmögliche, ein Ersatzfahrzeug zu organisieren, ohne Erfolg. Es happert an den Bewilligungen für andere, EU taugliche Fahrzeuge, an den Visa für die Chauffeure einer anderen Firma und an vielem mehr. Am Freitag sei der Bus repariert, bis dahin müsse man sich gedulden, heisst es. Die Jugendlichen sind traurig und verstehen die Welt nicht mehr.
Aus diesem Grund kann das Konzert in Stans vom Freitag, 9. Mai nicht wie geplant durchgeführt werden. Unsere Vorbereitungsgruppe will sich damit nicht abfinden und sucht nach einem Alternativprogramm.

Dienstag, 6. Mai 2008: Pünktlich um 8.00 Uhr morgens sind die Kinder und Jugendlichen von Vilshany und ihre 11 Begleitpersonen bereit zur Abfahrt in die Schweiz. Instrumente, Esswaren und Taschen sind im Autobus verstaut und los geht’s. Nach 70 Kilometern, stoppt der Bus in Chust. Es gibt Probleme mit dem Ventilator. Mechaniker einer Firma werden gerufen, die Reisegruppe wartet 6 Stunden auf dem Parkplatz, bis die Anweisung kommt, dass der Bus defekt ist und die Jungendlichen wieder ins Heim zurück müssen.