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Erfreuliche Entwicklung im Haus Parasolka (Oktober 2011)
Die Besuche im September und im Oktober im Haus Parasolka zeigten: Das Leben in der betreuten Wohngemeinschaft hat sich in kurzer Zeit erstaunlich gut entwickelt. Die jungen Bewohnerinnen und Bewohner sind ruhiger und erwachsener geworden; viele von ihnen verrichten die zugeteilten Arbeiten selbständig. Es ist berührend zu beobachten, wie zum Beispiel Vita den gross gewachsenen Iwan mit ruhiger Stimme beim Putzen anleitet oder wie der stille Petja beim Saubermachen des Geländes selbstverständlich die Anweisungen von Soltan befolgt. Noch immer gibt es jedoch längst nicht genug Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für alle Bewohner, bei Personal und Leitung fehlen Erfahrung und Wissen für eine fachgerechte Förderung und Begleitung der in ihrer Kinder und Jugendzeit stark vernachlässigten jungen Menschen.
Die Festigung von Tagesstrukturen, Weiterbildung des Personals und die Schaffung von Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten stehen dieses Jahr deshalb im Zentrum der gemeinsamen Jahresplanung des Vereins Parasolka und der einheimischen Partnerorganisation CAMZ. Wiederum bemühten sich die Verantwortlichen, unter den gegebenen Umständen mit dem Einsatz der vorhandenen finanziellen Mittel das Beste herauszuholen. Im Laufe des Sommers wurden zwei grosse Garagen zu vier einfachen hellen Werkstatträumen umgebaut. In einem davon wird ein Karten-, in einem zweiten ein Kerzenatelier eingerichtet. In den Wintermonaten werden dort die Bewohner mit dem Giessen von Kirchenkerzen und der Gestaltung von Karten beschäftigt sein. Die zwei weiteren Räume wurden von den Schweizer Fachpersonen Barbara und Ueli Schwingruber und Beat Hunziker als Holzwerkstatt und Webatelier eingerichtet. Die Bewohnerinnen und Bewohner standen Schlange, um sich ins Weben einführen zu lassen. Vor Ort werden nun Fachpersonen für die Begleitung der Bewohner in den Werkstätten gesucht.
In einem zweiten Workshop zimmerten Otto Hunkeler und Rolf T. Spörri zwei kleine Brücken als Übergänge bei den Entwässerungensgräben. Die Bewohner halfen beim Schleifen, Bohren und Nageln eifrig mit. Ein Grosserfolg war der zweite Filzworkshop mit Marlis Kaufmann. In zwei Gruppen filzten zehn Bewohner mit grosser Ausdauer wunderschöne Pantoffeln. Der Stolz und die Freude über das an die eigenen Füsse angepasste Werk waren gross. Die geschickte Maria I. hat das Filzhandwerk rasch erlernt und wird die Bewohnerinnen und Bewohner künftig bei der Arbeit anleiten.
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Beim Umbau einer Bauruine in einen Stall halfen mehrere Bewohner begeistert mit. Dabei zeigte sich, welche Fähigkeiten manche der jungen Bewohner haben, wenn sie bei der Arbeit gut angeleitet werden. Besonders eindrücklich war auch zu beobachten, wie das tägliche Turnprogramm unter Leitung von Jura und Arpad durchgeführt wird. Im Mittelpunkt der Weiterbildung unter der Leitung der Heilpädagogin Henny Graf standen die Arbeitsagogik und Fragen rund um Freundschaft und Sexualität.
Feier zum 2. Geburtstag des Hauses Parasolka
An der kurzfristig organisierten Feier zum 2. Geburtstag des Hauses Parasolka nahmen wiederum viele Behördemitglieder von Stadt, Bezirk und Oblast teil. In den Ansprachen zeigten sich die Redner begeistert von der Entwicklung des Projektes Parasolka. In Verbindung mit der Verteilung von Urkunden an alle Beteiligten wurde immer wieder herzlich gedankt. Ein besonderer Dank ging an die Adresse der beteiligten Schweizerinnen und Schweizer. Bürgermeister Ivan Kovach meinte, die Engagierten aus der Schweiz müssten ein grosses Herz haben, dass sie immer wieder den langen Weg nach Transkarpatien auf sich nehmen, um bei der weiteren Entwicklung des Lebens und der Arbeit im Haus Parasolka mitzuhelfen. Er sei ein grosses Glück, dass sie einen Teil ihres Herzens, ihrer Seele in Tjachiv gelassen hätten. Als Zeichen dafür, dass die Parasolka-Bewohner vollwertige Bürger der Stadt seien, überreichte er für alle ein T-Shirt mit dem Wappen der Stadt. Gemäss den zuständigen Behördemitgliedern wird das Wohnhaus Parasolka bald die angestrebte Anerkennung als eigenständige Institution erhalten. Es sei das erste staatliche Heim in der Ukraine, das auf der Basis eines westeuropäischen Konzeptes aufgebaut sei und in dem die Bewohner nicht nur betreut, sondern auch gefördert werden und arbeiten könnten. Präsidentin Monika Fischer überbrachte die Glückwünsche des Vorstandes aus der Schweiz und dankte allen Beteiligten vor Ort für ihren grossartigen Einsatz. Höhepunkt des Festes waren wiederum Gesang und Tanz der Bewohner, wobei der Rollstuhltanz von Larassa und Wassili und das Solo der kleinwüchsigen Angela besonders berührten. Der Applaus der begeisterten Gäste wollte nicht enden!
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Der gesponserte Gartenpavillon eignete sich beim prächtigen Herbstwetter bestens als Gästehaus beim Mittagessen. Dies war drei Tage zuvor schon bei den Teilnehmern einer Konferenz von Behindertenverbänden aus der ganzen Ukraine zum Thema «Rehabilitation und Beschäftigung» der Fall gewesen. Es war eindrücklich zu sehen, wie Erzieherin Luda die Tages- und Wochenpläne erklärte, welche sie selber vor noch nicht langer Zeit beim Praktikum in der Schweiz kennen gelernt hatte. Das Haus Parasolka erhielt viel Anerkennung als Pionierprojekt mit wichtiger Bedeutung für das Leben der behinderten Menschen in der ganzen Ukraine.
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Dritte Konzert- und Ferienreise der Huzulik vom 8. bis 19. Juni 2011
Im Zusammenhang mit der Einladung ans europäische Festival Makellos für Menschen mit und ohne Behinderung in Freiburg CH organisierte der Verein Parasolka eine kurze Konzert- und Ferienreise. Die 23 Bewohnerinnen und Bewohner wohnten mit den sechs Betreuerinnen, der Familie von Direktorin Oksana Lukach und Übersetzerin Miroslava wiederum im Pfadiheim Sursee. Annemarie Steiner hatte in Zusammenarbeit mit dem Vorstand und freiwilligen Helferinnen neben sieben Auftritten ein abwechslungsreiches Programm mit Ausflügen, Begegnungen und Ateliers organisiert. An einem gemeinsamen Weiterbildungstag tauschten sich Vorstand und das Personal des Hauses Parasolka über die Vorstellungen von Arbeit und Beschäftigung aus. Es war erfreulich zu sehen, wie reifer und erwachsener die Parasolka-Bewohner in kurzer Zeit geworden waren. Besonders eindrücklich war die gegenseitige Unterstützung und Hilfsbereitschaft der jungen Menschen.
Djakuja: Herzlichen Dank
Mit ihren Auftritten im Gottesdienst in Hohenrain und den Konzerten im Heilpädagogischen Zentrum Sunnebüel Schüpfheim, in Nottwil, Sempach, Schüpfen BE, Reiden und im Anschluss an die GV in Willisau dankte die Musikgruppe der Huzulik den Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung beim Aufbau des Wohnhauses Parasolka. Die jungen Sängerinnen und Sänger zogen die Anwesenden gleich von Anfang an in ihren Bann mit ihrer spontanen Lebensfreude, ihrem berührenden Gesang und den temperamentvollen Tänzen. Das von der Musiklehrerin Nataliya Bokatsch geschriebene und auf dem Akkordeon begleitete Parasolka-Lied berichtete von der Freude und vom Dank über das neue gleichnamige Wohnheim. Die transkarpatischen Volkslieder waren ebenso Ausdruck einer wehmütigen Sehnsucht nach unerfüllter Liebe wie von unbändiger und temperamentvoller Lebenslust. Mitreissend wirkte die Tanzeinlage von drei Paaren, angefeuert vom begeisterten Solisten Jura. Wunderschön gestaltet war das Duett «Zaubergeige», das dieser zusammen mit der im Rollstuhl sitzenden Larissa sang. Beim abschliessenden Medley verschiedener ukrainischer Volkslieder griff der musikalisch talentierte junge Mann auch selbst ins Akkordeon. Vita spielte virtuos die Melodie dazu auf einem Metallophon, während Iwan mit grosser Begeisterung und gekonnt den Triangel schlug. Der Funke der Begeisterung und Lebensfreude sprang auf das Publikum über, der immer rasantere Rhythmus lud zum Mitklatschen ein. Mit einem kräftigen und lange anhaltenden Applaus dankten die Anwesenden den Gästen aus der Ukraine für ihre grossartige Leistung.
Die Fotos von den Konzerten in Schüpfheim, Willisau und Reiden geben einen kleinen Einblick in die begeisternden Auftritte.
Die Gäste aus der Ukraine wurden bei ihren Auftritten wie hier im HPZ Schüpfheim grosszügig bewirtet...

... und dankten herzlich mit dem in Gips gegossenen Parasolka-Logo und dem Wappen von Tjachiv.

Ein spezielles Erlebnis war auch das Konzert an der Sprachheilschule Wabern. Nach dem Mittagessen durften die Gäste in Gruppen die Wohngemeinschaften der internen Schülerinnen und Schüler besuchen. Beat Hunziker, der Organisator des Anlasses, führte die Gäste am Nachmittag zum Bärengraben und in das nahe gelegene Münster.

Ein Höhepunkt war der Auftritt der Huzulik am Festival Makel los in Freiburg CH. Der ukrainische Botschafter Dr. Ihor DIR hatte ein Patronat für das Konzert übernommen und war vom Auftritt ebenso begeistert wie seine Ehefrau Halyna Havrylova, eine in Transkarpatien bekannte Sängerin.
Dritte GV des Vereins Parasolka am 11. Juni in der Schlossschür Willisau
23 Vereinsmitglieder und verschiedene Gäste hatten sich am Pfingstsamstag zur GV in der Schlossschür in Willisau eingefunden. Neben der Abwicklung der geschäftlichen Traktanden schilderte Direktorin Oksana Lukach den Alltag im Haus Parasolka. Sie erzählte von den Fortschritten der Bewohner, die sich an den anfallenden Arbeiten in Haus und Garten beteiligen und dankte allen Spenderinnen und Spendern herzlich für die Unterstützung. Mit einem Kranz aus Willisauer Ringli dankte die Präsidentin der Direktorin und allen, die sich vor Ort am Aufbau des Lebens im Haus Parasolka beteiligen. Die Gäste verwöhnten die Anwesenden in der Pause zwischen GV und Konzert mit feinen Brötchen und Süssteigkrapfen.
Freude an Begegnungen, an der Bewegung und am kreativen Arbeiten
Am Kreativtag übten sich die jungen Gäste mit viel Eifer im Webatelier an der HPS von Barbara Müller und in Altishofen beim Filzen mit Marlis Kaufmann, die im letzten Herbst im Haus Parasolka ins Filzen eingeführt hatte. Es war eine Freude zu beobachten, mit welchem Eifer sie ins Weben vertieft waren und mit welcher Begeisterung sie ihre Filzarbeiten präsentierten. Eine weitere Gruppe vergnügte sich auf dem Vita Parcours mit Rolf T. Spörri und bereitete das Feuer zum Grillieren vor.
Ein weiterer Vormittag war mit Bewegung und Spiel in der Turnhalle Neuenkirch ausgefüllt. Organisiert wurde er von Primarlehrer Linus Fischer, der im letzten Sommer einen entsprechenden Workshop in Tjachiv geleitet hatte. Es war eindrücklich zu sehen, wie spontan die 5.Klässler ohne sprachliche Verständigungsmöglichkeiten mit den Gästen umgingen und ihnen beim lustvollen Ausprobieren der vielen Geräte behilflich waren. Ebenso eindrücklich war, wie Georgina ohne Worte immer mehr Schüler um sich scharte und sie mit der Gebärdensprache zu Bewegung und Tanz anleitete. Die vor Eifer glühenden Gesichter und die strahlenden Augen zeigten einmal mehr, wie wenig es braucht, um diese jungen Menschen zu fördern und glücklich zu machen.
Gemeinsam mit den ehemaligen Gasteltern, die vor fünf Jahren die Huzulik auf ihrer ersten Schweizerreise während einer Woche beherbergten, durften die Gäste im Röösli-Zoo in Rothenburg einen unvergesslichen Tag verbringen. Auf der Führung durch den Zoo lernten die jungen Menschen eine Menge über exotische Tiere, über Verhaltensarten und Eigenschaften.
Workshop Vorstand und Personal Haus Parasolka
Während des Gastelterntages tauschten der Vorstand Parasolka und die Mitarbeiterinnen vom Haus Parasolka die gegenseitigen Vorstellungen über die Bedeutung der Arbeit für die Bewohner aus und erarbeiteten eine Planung zum weiteren Ausbau der Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten in Haus, Garten, Landwirtschaft und in den Werkstätten.
Bei der Führung von Andreas Schmid durch den «Buechehof» in Lostorf gewannen die Gäste am Nachmittag wertvolle Einblicke für die Arbeit und Beschäftigung mit behinderten Menschen in der Hauswirtschaft, in der Landwirtschaft, beim Kräuteranbau und in kreativen Werkstätten.

Unterstützung von Dr. Ihor DIR und Ehefrau
Der ukrainische Botschafter in der Schweiz, Dr. Ihor DIR war vom Auftritt der Huzulik derart beeindruckt, dass er nach zusätzlichen Möglichkeiten für die Unterstützung des Projektes Parasolka suchte. Bei einem Gespräch Ende Juni mit Präsidentin Monika Fischer und Vorstandsmitglied Ruedi Iseli sicherte er Parasolka seine Einflussmöglichkeiten zu. Ehefrau Halyna Havrylova stellt sich als Patronatsmitglied zur Verfügung und möchte Parasolka als Repräsentantin des Vernetzungsinstrumentes «Social council» fördern. Im Hinblick auf die Information, Vernetzung und Koordination vor Ort wird das Projekt Parasolka auf der Website des councils www.zakgromrada.org.ua vorgestellt.

Aktueller Stand der Ausbauarbeiten in Tjachiv
Wie die folgenden Bilder zeigen, sind die Ausbauarbeiten der ehemaligen Heizung zu einem Stall und von zwei Garagen zu vier Werkstatträumen bereits weit fortgeschritten. In den Werkstätten sind die Einrichtung eines Kerzen-, eines Karten- und eines Textilateliers sowie einer einfachen Holzwerkstatt vorgesehen. Fachpersonen aus der Schweiz werden die Verantwortlichen vor Ort mittels zwei Workshops im September und im Oktober beim Aufbau der Werkstätten und der Arbeitsagogik unterstützen.
Vor der 3. GV am 11. Juni 2011, 15 Uhr, in der Schlossschür in Willisau
mit den Bewohnen und einigen Mitarbeiterinnen des Hauses Parasolka
Im Zusammenhang mit der Einladung ans europäische Festival «Makel los» für Menschen mit und ohne Behinderung in Freiburg CH weilen die Parasolka-Bewohner zwischen dem 8. und 19. Juni in der Schweiz.
Deshalb findet die GV des Vereins Parasolka erst am Samstag, 11. Juni, 15 Uhr, statt. Neben den kurz gehaltenen geschäftlichen Traktanden werden Direktorin Oksana Lukach sowie einige der Bewohner und Mitarbeiterinnen anhand von Bildern selber über Leben und Alltag im Haus Parasolka berichten.
Zu dieser einmaligen GV sind auch Nichtmitglieder herzlich willkommen.
Nach einer Pause mit Kaffee und Kuchen werden die «Huzulik» in einem Konzert mit ukrainischen Liedern und Tänzen den Freunden von Parasolka für ihre Unterstützung danken.
■ Programm siehe Flyer.pdf
Koordinations- und Planungssitzungen in Uschgorod und Tjachiv
Vom 15. bis 18. Februar traf sich der vierköpfige Parasolka-Vorstand mit der Partnerorganisation CAMZ, dem Direktor des Waisenhauses Vilshany und den Verantwortlichen des Wohnhauses Parasolka in Uschgorod und Tjachiv zu Planungssitzungen für das laufende Jahr 2011. In offenen Gesprächen wurden die gegenseitigen Vorstellungen über die weitere Entwicklung des Projektes Parasolka diskutiert und festgelegt. Im Mittelpunkt stehen neben der gezielten Förderung der Bewohner die Schaffung von sinnvollen Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Diese sollen durch den Ausbau der Kleinlandwirtschaft und die Einrichtungen von Werkstätten ermöglicht werden. Die Bauruine auf dem Gelände soll zu einem Stall für die Ziegen, zwei Kühe und ein paar Schweine ausgebaut werden.
Im Gespräch mit den zuständigen Behördemitglieder Victor Matsola und Vizegouverneur Ivan Katschur wurden die möglichen Schritte zur Erlangung der Selbständigkeit der Institution besprochen.
(v.l.) Henny Graf, Annemarie Steiner, Ruedi Iseli (Vorstand Parasolka) Katja Balega, Lesja Levko (CAMZ), Monika Fischer (Präsidentin Verein Parasolka), Nataliya Kabatsiy (Direktorin CAMZ) Ivan Katschur (Vize-Gouverneur), Victor Matsola (Verantwortlicher für das Soziale im Oblast Transkarpatien) und Oksana Lukach (Direktorin Wohnhaus Parasolka).
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Beim Besuch im Wohnhaushaus Parasolka bekamen die Gäste zufällig Einblick in eine Pferdetherapie. Ein junges Paar möchte diese in Transkarpatien für behinderte Menschen aufbauen. Die jungen Bewohnerinnen und Bewohner im Haus Parasolka freuten sich über die attraktive Abwechslung und zeigten stolz ihr Können, wie dies die Bilderserie illustriert.
Im Hinblick auf die bevorstehende Konzertreise in der Schweiz gaben sie ebenfalls eine Kostprobe der neu einstudierten Lieder und Tänze.
Im Zusammenhang mit dem Besuch des Vorstandes Waisenhaus Vilshany wurde ebenfalls den Parasolka-Bewohnern die Fahrt in ihre alte Heimat ermöglicht. Es gab bewegende Momente des Wiedersehens und Beisammenseins mit alten Freunden und geliebten Betreuerinnen. Und doch kehrten am Abend alle wieder gerne in das neue Daheim im Haus Parasolka zurück.
Mit Genugtuung nahmen die Vorstandsmitglieder von den erfreulichen Fortschritten im Waisenhaus Kenntnis. So bemühen sich zwei Physiotherapeuten um das Wohlbefinden insbesondere der schwer behinderten Kinder und Jugendlichen. Obwohl sich die Erzieherinnen zusammen mit dem Musiker Juri Makar für eine bessere Förderung einsetzen, fehlen in Vilshany noch immer genügend Betreuerinnen für die Förderung und Begleitung der dort lebenden Waisen.
Feier zum 1. Geburtstag des Wohnhauses Parasolka
Am 15. Oktober 2010 feierten die BewohnerInnen und die Mitarbeiterinnen im Haus Parasolka gemeinsam mit Gästen von Politik und Kirchen im einfachen Rahmen den 1. Geburtstag des Wohnhauses Parasolka. Regionale und nationale Medien beobachteten interessiert die Entwicklung des Pionierprojektes und berichteten darüber in Zeitungen und im Fernsehen.
Namens CAMZ gab Lesja Levko einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ereignisse seit der Eröffnung. Als Vertretung des Vereins Parasolka freute sich Präsidentin Monika Fischer über die erfolgreiche Entwicklung des Pionierprojektes. Mit herzlichen Worten dankte sie allen Beteiligten für ihr grosses Engagement. Neben anderen Rednern wies Bed Viktor, Rektor der Karpaten Universität und der theologischen Akademie, auf die künftige Zusammenarbeit mit der Universität hin, die neben dem Austausch durch Praktikanten ebenfalls wissenschaftliche Unterstützung bieten könne. Victor Matsola, verantwortlich für das Soziale im Oblast Transkarpatien, sicherte seine Unterstützung bei der Erarbeitung der richtigen juristischen Form für das Pionierprojekt zu. Er sei wichtig, den jungen behinderten Menschen Perspektiven zu bieten, die Möglichkeiten, sich zu entwickeln und zu arbeiten. So werde möglicherweise das Pionierprojekt einmal in der ganzen Ukraine bekannt!
Die Bewohner präsentierten neben Gesang und Tanz in den Ateliers, bei der Betreuung der Tiere und im Haushalt ihre Fähigkeiten und wurden dabei von den Filmteams begleitet. Wolodja stellte im neuen Gehege seine Hasen vor und Angela bewegte sich stolz und glücklich inmitten der Hühnerschar, für die sie verantwortlich ist. Besonders bestaunt wurde neben der Herstellung der Gipsarbeiten auch das von einigen Bewohnerinnen demonstrierte Filzhandwerk. Ein reichhaltiger Apéro bildete den Abschluss der gelungenen Feier.
Bei der Feier zum 1. Geburtstag des Wohnhauses Parasolka zeigten die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Fähigkeiten mit Musik und Tanz
Sie demonstrierten das Filzen und präsentierten stolz ihre im Workshop entstandenen Werke
Wolodja stellte den Journalisten das neu erstelle Kaninchengehege vor, Angela ihre Hühner
Hohe Gäste beim Apéro im Parasolkahaus
Praktikum im Heilpädagogischen Zentrum Sunnebüel in Schüpfheim
Seit vier Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Pionierprojekt Parasolka und dem heilpädagogischen Zentrum «Sunnebüel» in Schüpfheim. 2006 weilte der inzwischen verstorbene Direktor des Waisenhauses, Iwan Bihunets, 2008 waren die zuständigen Behördemitglieder des Oblastes (Kantons) Transkarpatien in Schüpfheim zu Besuch. Die Gäste waren äusserst beeindruckt, wie in der Schweiz Menschen mit einer Behinderung mit Wertschätzung und Respekt behandelt und individuell gefördert werden und trugen diese Grundhaltung in die Ukraine zurück. An der Eröffnungsfeier des Wohnhauses Parasolka im Oktober 2009 nahm auch eine Dreierdelegation aus Schüpfheim teil, und im letzten Sommer lernten sechs Mitarbeiterinnen das Wohnhaus Parasolka im Rahmen einer Ferienreise kennen.
Kürzlich wurden Ljuda Kyslova, Mariia Rusyn, Svitlana Zyzen sowie Übersetzerin Nina Malko für zwei Wochen im Sunnebüel herzlich aufgenommen. Sie bekamen bei Einblicken in Tagesablauf, das Leben auf den Wohngruppen, in Schule und Ateliers, bei Spaziergängen und Ausflügen viele wertvolle Impulse und Ideen für die Arbeit im Wohnhaus Parasolka und diskutierten sofort Möglichkeiten der Umsetzung. So möchten sie zum Beispiel die Tagesstruktur anders gestalten und die Bewohner in kleineren Gruppen mit neuen kreativen Ideen individueller und gezielter fördern. Wichtig war für sie die Bestätigung, mit ihrer Arbeit trotz beschränkter Möglichkeiten gut unterwegs zu sein. Der Austausch war auch für die Mitarbeitenden des Sonnebüel wertvoll, sahen sie doch, dass mit einfacheren Mitteln ähnliche Ziele erreicht werden können.
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Die Praktikantinnen wurden von Direktor Peter Marty, Ruth Bussmann und Marco Beer herzlich aufgenommen und in die Arbeit im Sunnebüel eingeführt.
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Dank den vielen Einblicken in die Arbeit im Sunnebüel konnten die Praktikantinnen viele wertvolle Ideen und Impulse ins Wohnhaus Parasolka zurücktragen.
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Die Ukrainerinnen freuen sich auf die Umsetzung in der Ukraine.
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Neben dem Heilpädagogischen Zentrum Sunnebüel gewannen die Parasolka-Mitarbeiterinnen ebenfalls wertvolle Erfahrungen bei den Besuchen einer betreuten Wohngruppe der Stiftung Arkadis in Olten, dem "Buechehof" in Lostorf sowie dem landwirtschaftlichen Projekt Rutschiweid bei Burgdorf.
Workshop Filzen und Bau eines Geheges für die Kaninchen
Im Oktober weilten die beiden Paare Marlis Kaufmann und Otto Hunkeler sowie Rolf T. Spörri und Suzanne Knöpfel ein paar Tage im Haus Parasolka in Tjachiv. Während Fachfrau Marlis Kaufmann einen Filzworkshop durchführte, baute Otto Hunkeler unterstützt von Rolf T. Spörri gemeinsam mit den Bewohnern ein Gehege für die Kaninchen.
Die folgenden Bilder geben Einblick in die lustvolle Arbeit:
BewohnerInnen und Mitarbeiterinnen waren mit Eifer an der Arbeit und freuten sich über die gelungenen Werke.
Unter der Leitung von Otto Hunkeler halfen die Bewohner tatkräftig mit und freuten sich mit den Kaninchen über das Gehege für den freien Auslauf.
News aus dem Wohnhaus Parasolka
In den vergangenen Sommerwochen konnten sich die Vorstandsmitglieder und die Teilnehmer verschiedener Reisegruppen bei Besuchen in Tjachiv von der guten Entwicklung im Wohnhaus Parasolka überzeugen. Besonders wichtig sind für die jungen Bewohner die Betreuung der Tiere und die Mitarbeit in der Kleinlandwirtschaft. Im Gemüsegarten helfen sie mit, frische Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Kabis usw. für den täglichen Gebrauch zu ernten. Die von Wolodja betreuten Hasen gedeihen gut und haben bereits Nachwuchs bekommen. Neben Hühnern haben auch die ersten Ziegen Einzug gehalten, die auf dem grossen Gelände genügend Nahrung finden. Besondere Freude bereitet das junge Parasolka-Kätzchen.
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| NeSTU-Reisegruppe |
Wiedersehen mit alten Bekannten |
Gemüsegarten |
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| Vita mit dem Kätzchen |
Lala |
Arpad und Achmed |
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| Konzert für die Gäste |
Angela |
Zoltan |
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Erstaunlich sind die musikalischen Fortschritte der Bewohner unter der Leitung der vom Verein Parasolka finanzierten Lehrerinnen für Musik und Tanz. Sie zeigen einmal mehr, was bei den im Waisenhaus Vilshany aufgewachsenen jungen Menschen bei entsprechenden Anregungen und gezielter Förderung möglich ist.
Dies wurde ebenfalls beim Workshop «Bewegung und Spiel» in den Sommerferien mit den beiden jungen Pädagogen Lea Graf und Linus Fischer deutlich. Die Bewohner machten begeistert mit bei den verschiedenen Spielen und probten lustvoll einfache Geräte wie Springseil, Frisbee, Tennis aus (siehe Zeitungsbericht LZ! [PDF]).
Neben allen den positiven Seiten bereitet das Projekt Parasolka jedoch auch immer wieder vor allem finanzielle Sorgen. Um den Einzug im Herbst 2009 endlich zu ermöglichen, wurden nur die allernötigsten Umbauarbeiten ausgeführt. So drängten sich in den letzten Monaten einige zusätzliche Anschaffungen und Arbeiten auf. Zudem finanziert der Staat für den Betrieb lediglich die zum Überleben nötigen Ausgaben. Der Verein Parasolka finanziert deshalb bis auf Weiteres im Bereich der Pädagogik alle für die Förderung der jungen Menschen nötigen Ausgaben in diesem Pionierprojekt und ist deshalb weiterhin auf Spenden angewiesen.
Es ist noch viel zu tun!
2. GV des Vereins Parasolka mit Gästen aus Transkarpatien
Am 8. Mai 2010 fand im stimmungsvollen Rahmen des Klosters Eschenbach die 2. GV des Vereins Parasolka statt. Die 36 Anwesenden schätzten insbesonders die Präsenz und damit verbundenen direkten Informationen von Nataliya Kabatsiy und Lesja Levko von der Partnerorganisation CAMZ. Diese berichteten von der erfreulichen Entwicklung des Lebens im Haus Parasolka trotz schwierigem Umfeld. Ein grosses Stück Land wurde unter tatkräftiger Mithilfe der Bewohnerinnen und Bewohner umgegraben, um Blumen und Gemüse zur Selbstversorgung anzupflanzen. Neben den bereits vorhandenen Hasen sollen nach und nach auch Hühner, Ziegen und Schweine angeschafft werden. Eine italienische Firma zeigte sich interessiert an einer Zusammenarbeit mit dem Haus Parasolka. Ein erster Versuch, von den jungen Menschen einzelne Arbeitsschritte bei der Schuhherstellung ausführen zu lassen, ist positiv verlaufen. Die Auswertung wird zeigen, ob sich definitiv eine Zusammenarbeit ergeben wird. Es wäre eine willkommene Möglichkeit, die Bewohner sinnvoll zu beschäftigen und ihnen dank ihrer Arbeitsleistung einen kleinen Verdienst zu ermöglichen. Sämtliche geschäftliche Traktanden wurden von der Versammlung einstimmig genehmigt. Besonderes Interesse fand der mit Bildern reich illustrierte Jahresbericht. Infolge Krankheit trat Walo Spörndli aus dem Vorstand zurück. Die übrigen Vorstandsmitglieder Monika Fischer (Präsidentin und Öffentlichkeitsarbeit), Henny Graf (Heilpädagogik), Ruedi Iseli (Finanzen) und Annemarie Steiner (Fundraising und Sekretariat) wurden für zwei weitere Jahre bestätigt. Ein herzlicher Dank galt allen, die sich im Berichtsjahr ideell und finanziell für das ambitiöse Pionierprojekt Parasolka eingesetzt hatten. Einen besonderen Dank durften die Schwestern des Klosters Eschenbach für ihre Gastfreundschaft entgegennehmen. Neben dem Einblick hinter die Klostermauern waren die Anwesenden besonders beeindruckt von der humorvollen Offenheit der Klosterfrauen und den eindrücklichen Werken der beiden Künstlerinnen Schwester Luzia und Schwester Ruth.
■ Projektstand Mai 2010.pdf
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